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Wird 2013 das Jahr für die JubaFilms?

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Mal wieder haben wir etwas neues aus dem Hause JuBaFilms. In dem neuen Video sehen wir vielleicht die B-Boy Elite von Morgen es sei denn, der ein oder andere gehört schon zu den weltbesten seines Alters. King Of The Kidz zeigt junge überaus talentierte B-Boys auf allem höchsten Niveau battlen, zusammengefasst in einem drei minütigen Trailer. Uns fehlen einfach die Worte cooles Video, geile B-Boys. Zieht es euch selbst rein bis dahin keep on dancin.

 

Darf ich vorstellen?….L-Cubano

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Photo by Jan Eric Euler

Wie versprochen haben wir uns letzte Woche mit dem jungen Berliner L-Cubano getroffen und ein wenig über seine musikalische und tänzerische Karriere gesprochen.

L-Cubano tanzt seit Jahren erfolgreich mit der Crew Fanatix. Sein tänzerischer Schwerpunkt liegt bei Hip Hop, aber er kann natürlich  andere Urban Dance Richtungen und sehr erfolgreich auch Experimental (Winner Funkin Stlyez 2011) repräsentieren. Was vielleicht aus ihm geworden wäre, und wer seine Vorbilder sind, erfahrt ihr hier.

Zieht es euch selbst rein und supportet diesen Jungen.

Stell dich erst mal vor für die Leute, die dich vielleicht noch nicht kennen?

Ich heiße Yeisenel Acosta Medina besser bekannt als L-Cubano bin 24 Jahre alt, und wie mein Name schon sagt, komme ich aus Kuba und lebe schon seit 15 Jahren in Berlin. Ich bin hauptsächlich Tänzer, Musiker und Künstler.

Wie bist du  zum Tanzen gekommen?

Meine ersten Schritte als Tänzer habe ich als Bboy gemacht in der Zille. Zu der Zeit habe ich mit den Jungs von B-Town Allstars getanzt. In meinem Herzen schlägt auf jeden Fall noch ein kleiner Bboy, aber ich würde mich heute nicht mehr als solchen bezeichnen. Doch wenn sich irgendwo mal eine Cypher ergibt, pack ich auch noch ganz gerne meine alten Moves aus.

Kannst du dich noch ein dein erstes Battle erinnern?

Das ist schwierig zu sagen. Ich erinnere mich noch an die ersten großen Dinger, die ich extrem gefeiert habe. Das war Funkin Stylez 2007 in Düsseldorf, wo ich mich in der Preselection durchsetzen konnte, um in die Battles zu kommen. An dem Tag waren sicherlich über 100 Tänzer da, die auch noch alle in die Battles wollten.

Dann hatten ich noch einen Höhepunkt 2009 mit meinem Partner Mix (Fanatix) beim Juste Debout  in Düsseldorf, dass wir gewonnen hatten. Wir hatten sehr hart trainiert und uns nicht großartig Gedanken darüber gemacht. Wir wussten nur, dass bei dem Battle die krassesten Tänzer dabei sind. An dem Wochenende waren wir gut unterwegs und hatten schon zwei andere Crew Battles gewonnen.

Von da an haben wir natürlich Blut geleckt und jedes Battle mitgenommen, was ging egal ob Crew Battle, eins gegen eins oder zwei gegen zwei.

Ist dir vielleicht noch ein ganz besonderes Battle in Gedanken geblieben?

Funkin Stylesz 2010 war für mich persönlich ein ganz wichtiges Battle. Da hab ich mir Dedson (Wanted Posse, Paris) ausgewählt und ihn besiegt. Das war auf jeden Fall ein Erfolg für mich. Die Leute haben mich danach auch noch in Frankreich angesprochen und auch erkannt.

Im selben Jahr war Kanon (Ghetto Stylez, Paris) hier in Berlin und zu der Zeit hatte er sämtliche Battles gewonnen. Also war die Herausforderung sehr groß. Aber auch gegen ihn konnte ich mich durchsetzen und die Jury überzeugen.

Was war dein schlimmster Tiefpunkt als Tänzer und was waren deine größten Erfolge?

Die schlimmsten Momente sind einfach nur diese, wenn man zu faul ist zum trainieren und sich nicht motivieren kann. Das hatte ich öfter, dass Tanzen mich demotiviert hat, als ob ich das Auge des Tiegers verloren hätte. Battles und die Musik haben mich manchmal einfach nur gelangweilt.

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Neben dem Tanzen machst du ja auch Musik. Wie bist du eigentlich dazu gekommen? Wie waren deine Anfänge als Musiker?

Das war vor ca. 8 Jahren durch einen Kumpel, den ich aus der spanisch katholischen Kirche kannte. Er hatte zu dem Zeitpunkt schon ein paar Jahre Musik gemacht. Eines Tages haben wir bei meinem Kumpel zu Hause gechillt, der hatte ein ganz einfaches Programm, um ein bisschen Mucke aufzunehmen. Also meinte er: „Lass und doch einfach mal ein bisschen texten auf Spanisch„. So kam es letztendlich dazu, dass wir zusammen Musik gemacht haben.

Die Crew, „Taly Crew“, bestand dann aus vier Mitgliedern: ein Kolumbianer, Peruaner, Angolaner und ich als Kubaner. Wir hatten am Anfang guten Kontakt zu Culcha Candela, die uns ein bisschen supportet haben. Es kam auch mal vor, dass wir die „Mini Culcha Candelas“ genannt wurden, da wir ähnliche Musik gemacht.

Mit meiner Crew hatte ich die Gelegenheit in Berlin und in Leipzig auch aufzutreten als Vorgruppe von Don Omar oder Aventura. Das war eine coole Zeit. Irgendwann habe ich dann angefangen, auf Deutsch zu schreiben, weil ich wollte, dass die Leute uns verstehen. Ich wollte nicht nur Musik machen für Latinos. Aber leider haben sich die Jungs quergestellt und ab diesem Zeitpunkt hatte ich einfach kein Potenzial mehr gesehen. Also konzentrierte ich mich wieder mehr auf das Tanzen.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Meine Musik spiegelt in erste Linie meine Wurzeln und meine Kultur wider. Ich komme aus Kuba und da sind die Menschen etwas lebhafter als hier in Deutschland. Ich mache tanzbare gute-Laune-Musik, zu der sich jeder bewegen kann, dafür musst du kein Tänzer sein. Die Richtung, in die ich gerne gehen möchte, sind Künstler wie Sean Paul, Pitbull oder Seeed. Ich will auf die internationale Schiene. Ich feier Seeed und Pitbull, die machen geile Musik und haben immer eine hammer Performance. Das sind so meine Vorbilder, aber ich probiere auch sehr viel aus.

Was sind außerdem deine musikalischen Vorbilder? Unabhängig davon von der Musik die du gerade machst?

Ich feier Orishas, Buena Vista Social Club, Gloria Estefan, Celia Cruz. dann natürlich Pitbull und Michael Jackson. Sonst kann ich mit den neuen Sachen nicht so viel anfangen.

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Wie ist die Zusammenarbeit mit HDF (Halt die Fresse) entstanden ?

Ich kenne die Jungs von Aggro schon seit Jahren durch Nikeata, die auch sehr bekannt in der Szene ist. Ich habe in den Videos von Sido und Tony D. getanzt und war mit den Jungs schon bei „ The Dome“. Sie kannten mich nur als Tänzer.

Eines Tages habe ich Specter, der immer alles koordiniert hat, um Videomaterial für mich gebeteb und ihn auch gleich gefragt, an wen ich mich wenden muss, wenn ich ein HDF Video haben will. Das Erste, was er sagte: „Wie? du machst Mucke?“ Ja dann bist du bei mir genau richtig.

Ich fragte Specter:  „Wie läuft das Ganze denn ab, muss ich mich irgendwie bewerben“?

Darauf meinte er: „Du nimmst den Track auf, schickst ihn mir rüber und wir überlegen dann gemeinsam, wo wir das Ding drehen und wie wir es umsetzen können.“

Im Anschluss an unser Telefonat, habe ich direkt meinen Produzenten und Beatmaker DJ Rych bescheid gegeben, dass wir sofort einen Track aufnehmen müssen für HDF. Ich wollte das Ding so schnell wie möglich machen. Ich war mit der ersten Version nicht so ganz zufrieden, weil es so typisch HDF Style war. Also habe ich den Song nochmal aufgenommen mit einer Tänzermessage. Die ersten Male hat er sich nicht gemeldet und ich musste ihm hinterhertelefonieren. Aber das war mir zu blöd, ich wollte niemanden hinterher laufen.

Irgendwann hab ich ihn im Club getroffen und er ist dann auch gleich zu mir gekommen. Er hat sich erst mal entschuldigt, aber versprochen, dass wir das HDF Video auf jeden Fall drehen werden. An dem Abend bat er mich wieder um einen Videodreh, in dem ich tanzen sollte. Mein Deal war dafür, dass ich natürlich mein HDF Video bekomme – eine Hand wäscht die andere sozusagen. Zwei bis drei Wochen später bekam ich dann endlich mein HDF Video. Ich habe in der Zwischenzeit noch einen Track geschrieben, aber der hatte nicht ansatzweise so viel Power wie „Tänzerherz“.

Du bist sicherlich der erste tanzende Rapper auf HDF. Wie war das für dich?

Ich denke, ich habe ein Zeichen gesetzt für andere Rapper. In den nächsten Videos sieht man bestimmt ein paar Krumper oder B-boys. Ich meine, das gehört auch zum Hip Hop. Ich bin übertrieben zufrieden mit dem HDF Video. Die Feedbacks waren positiv und das ist für mich das Größte.

Deine aktuelle Single heißt „Tänzerherz“?  Erzähl uns mal ein wenig von der Single?

DJ Rych hat den Beat dazu gemacht. Er ist eigentlich Pole, aber ich vertraue ihm auch in puncto lateinamerikanischer Musik und mit den Sachen, die ich selber feier. Er ist mittlerweile halber Kubaner(lacht). Ich wollte etwas Aussagekräftiges machen, was aber keine tiefgründige Message hat.

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Schreibst du deine Texte selbst? Und wie lässt du dich inspirieren?

Ich schreibe meine Texte alle selbst. Es ist schwer, sich auf Spanisch zu inspirieren, weil ich es nicht tagtäglich spreche, aber es flowt einfach besser, da die Sprache einfacher ist. Auf Deutsch habe ich persönlich sehr große Fortschritte gemacht, da ich in letzter Zeit viel auf Deutsch geschrieben habe. Das Feedback bei HDF war auch sehr gut. Die Leute haben die Mischung deutsch-spanisch sehr gefeiert.

Wer ist eigentlich PMB?

PMB ist mehr eine Crew, wo jeder sein Aufgabenfeld hat. DJ Rych macht die Beats und produziert. RZA macht alles, was mit Aufnahmen zu tun hat und schneidet die Videos zum Schluss. Dann haben wir noch den Sänger Young T.H, der mit im Boot sitzt und Texte auf Französisch und Deutsch schreibt.

Du hast schon ein paar Videos auf Youtube wie z.b „My Way“, „She Wanna“ oder „Muevete“. Wie finanzierst du das Ganze?

Wir teilen uns das Ganze mit allen, die daran beteiligt sind. Es wird vorher genau kalkuliert, dann zahlen wir es aus eigener Tasche.

Hast du in Zukunft Live-Auftritte geplant und ist ein Album geplant? 

Mein erster Live-Auftritt ist am 5. April in der Universal Music Hall in Moabit. An dem Abend wird es eine Party geben und ich werde der Hauptact sein mit zwei Tänzern aus meiner Crew Fanatix und sechs Songs, die ich performen werde. Tickets wird es dann ab März im Vorverkauf geben.

Ich arbeite seit letztem Jahr an meinen Album „Evolución“. Ich hoffe, dass es dieses Jahr im April oder Mai erscheint. Auf dem Album sind 12 Songs vertreten und ein wenig  Bonusmaterial.

Hast du das Tanzen jetzt komplett an den Nagel gehangen?

Ich mache immer noch Shows, verdiene in erste Linie mein Geld mit tanzen und trainiere viel für mich selbst. Gebattlet wird dieses Jahr nicht wirklich, weil ich zeitlich sehr eingeschränkt bin. Ich probe auch gerade wieder mit meiner Crew Fanatix, wir haben neue Crewmitglieder und die Leute können sich auf etwas gefasst machen. Wer Fanatix kennt, weiß, dass wir immer für eine Überraschung zu haben sind.

Ich werde dieses Jahr viel mit den Fanatix machen. Ich arbeite an Videos und an Features für meine musikalische Karriere. Und mein Traum wäre natürlich wenn ich etwas in meiner Heimat machen könnte. Ich versuche gerade durch das Goethe Institut Musikprojekte aufzubauen zwischen Kuba und Berlin.

Was würdest du tun wenn du nicht tanzen oder Musik machen würdest?

Das ist schwierig zu sagen. Ich war nie wirklich gut in der Schule, aber das darf ich meinen Sohn nicht erzählen (lacht). Ich denke Management für Tänzer wäre cool. Ansonsten wollte ich immer was mit Sprachen machen, so etwas wie Fremdsprachenkorrespondent. Aber ich hab mich schon entschieden, es gibt keinen Plan B. Ich lebe das Motto „entweder ganz oder gar nicht“.

Wir sind froh über diese Entscheidung, und werden den jungen Tänzer und Musiker weiterhin verfolgen. Es war mal wieder ein gelungenes Treffen mit einem sehr talentierten Künstler und Freund. Vielen Dank an L-Cubano, der sich die Zeit genommen hat…..bis dahin keep on dancin!!

Wir haben euch noch den Song “ My Way“ , „Muevete“ und natürlich „She Wanna“ hochgeladen für die, die es noch nicht gesehen haben.

L-Cubano mit neuer Single „My Way“

Nicht nur als Tänzer hat der gebürtige Kubaner Talent, sondern auch als Rapper. Nach seiner eigenen Aussage kam die Liebe zur Musik zuerst. Für seine Single „My Way“ die seit heute online ist, hat L-cubano sich natürlich tatkräftige Unterstützung von seinen Jungs aus der Berline Tanz Szene geholt. Mit am Start sind B-Boy Gabriel, Osman Baba Zula, Arman Baba Zula FX, Young T.H. und Rubberlegz. Wir feiern den Song und hoffen ihr feiert mit uns. Guter Sound aus der Muddastadt in dem Sinne alles Gute auf seinem Weg bis dahin keep on dancin!!!

 

Benny Kimoto Trailer

Die Flying Steps sind mittlerweile legendär. Sie haben Breakdance in Deutschland populär gemacht und ihre Videos werden mal eben hunderttausendfach geklickt.

Benny Kimoto von den Flying Steps hat erst vor einem Monat seinen eigenen B-Boy-Trailer bei YouTube veröffentlicht und der wurde schon stolze 48.000 Mal angesehen. Das Video lässt nebenbei auch durchblicken, wie viel die Jungs rumkommen. Mal sehen, wer wie viele Locations errät.

Wird Zeit, dass wir das Video auch hochladen. Checkt das und keepondancin!!

Darf ich vorstellen? … Lou-Ease

Dieses Mal haben wir einen B-Boy zum „Vorstellungsgespräch“ geladen. Keepondancin proudly presents: Louis Becker a.k.a. Lou-Ease aus Berlin. Der junge Tänzer mit deutschen und nigerianischen Wurzeln ist seit über zehn Jahren dabei und hat schon einiges im Laufe seiner Karriere mitgenommen. Wir können schon verraten: Neben den Erfolgen traf ihn auch ein Schicksalsschlag…

Trick17 war die erste Crew, mit der er Mitte der 2000er für zwei Jahre unterwegs war. Sie haben vor allem zum Spaß trainiert. Lou-Ease wollte ein bisschen mehr und fand in den Jungs von B-Town Allstars Gleichgesinnte. 2006 schloss er sich ihnen an und sie mischten in Berlin und dann auch international einige Battles auf. Auf der Liste stehen schon früh beeindruckende Erfolge wie das BOTY International Finale 2006, die Teilnahme am KB B-Boy World Masters 2007 in Korea, wo sich alle großen Crews der B-Boy-Welt dem Kampf stellten und das Battle of the Est in Estland, bei dem die B-Town Allstars im Finale gegen die heftigen B-Boys von Killafornia aus den USA standen. Um seiner Leidenschaft fürs Tanzen eine Basis zu geben, machte Louis ab 2007 eine Ausbildung zum Akrobat und Bühnenartist in Berlin.

Die Jungs von B-Town Allstars erhielten immer mehr Engagements für verschiedene Projekte und konzentrierten sich mehr und mehr darauf. In einem Austauschprojekt zwischen Berlin und Paris lernte Louis dann Saido kennen, der auf „genau dem selben Film war„. Sie trainierten oft zusammen und 2010 wurde Lou-Ease endgültig in seiner Pariser Crew Bad Trip aufgenommen. „Irgendwann sind die Moves aufgebraucht und dann werden Musikalität und Kreativität das Wichtigste. Bei Bad Trip sind alle B-Boys sehr individuell. Unsere Devise ist: ‚It’s better to fail in originality than to succeed in imitation.‘!!!“

„Das ist das, wo ich aufgehe!“

Mit Bad Trip battlete er schon erfolgreich auf den internationalen Events Break on Stage in Cannes und Block Party in Pepignon. Außerdem machten sie Ende letzten Jahres den zweiten Platz beim Centaur Dance Showdown  in Vietnam, zu der sie eingeladen wurden. Deutschland ist nicht mehr interessant? „Generell bin ich in Deutschland nicht mehr oft bei Battles – vor allem weil meine Crew ja in Frankreich ist“, macht Louis deutlich, „Außerdem fehlen mir in Berlin die Cyphers, wo sich B-Boys aus verschiedenen Städten oder Ländern austauschen können.“ Seine eigentlichen Highlights sind nämlich nicht die großen Events, sondern Jams und Battles irgendwo in den kleinen Turnhallen in Paris: „Da sind Leute, die die gleiche Einstellung zum Tanzen haben. Das ist das, wo ich aufgehe!“

Es begann mit einer VHS-Kassette

Vor zehn Jahren stand er noch an einem ganz anderen Punkt: „Mein Vater hatte eine VHS-Kassette vom Film ‚Breaking‘. Ich hab mir den ungelogen 30 oder 50 Mal reingezogen. Ich wollte das einfach nachmachen, hab mich auf den Kopf gestellt usw. Im Internet hab ich dann nach ‚Breakdance in Berlin‘ gesucht und bin an Hawk geraten, der mir vom Training in der Antenne erzählt hat.“

Ein paar Jahre Training waren nötig, bis er zu einem B-Boy mit eigenem Style wurde. „Man braucht vier bis fünf Jahre, um die Basics zu lernen. Dadurch entwickelt man ein richtiges Verständnis fürs Breaken und danach bildet sich erst der Charakter eines Tänzers heraus. Viele können krasse Moves, die man aber oft schon mal irgendwo gesehen hat. Die Kunst ist es, in den Moves seine eigene Facette zu finden. Meine Herausforderung ist es also, Moves, Footworks oder Toprocks zu entwickeln und in einen eigenen Shape (=eigene Form bzw Körperhaltung) zu bringen.

Die drei Energien

Der Erfolg gibt Louis Recht. Neben den Battles erhält er klassische Engagements als Tänzer bei Theateraufführungen und Shows oder Revues. Unter der Leitung von Amigo führt er zum Beispiel das Stück „Hüzün“ unter anderem im Hebbel Theater auf. Der Berliner arbeitete schon für einige Produktionen und war u.a. auch im Ensemble von Joseph Haydns Stück „Die Schöpfung“ vertreten, das unter Leitung von Christoph Hagel in keiner beeindruckenderen Kulisse wie dem Berliner Dom aufgeführt wurde. Zur Zeit arbeitet er im Friedrichstadtpalast (YMA). Louis kann von seiner Kunst leben – durch die Engagements, Battles und Straßenshows. „Das sind drei verschiedene Energien. Bei den kommerziellen Sachen geht es ums Geld verdienen und ich mache einfach, was man mir sagt. Bei den Straßenshows am Brandenburger Tor kann man alles ausprobieren und gucken, wie die Ideen ankommen und Battles sind eben dazu da, um sein Können mit anderen zu messen und dazuzulernen.“

Der Tiefpunkt und die Wiedergeburt

Bei dem B-Boy lief aber nicht immer alles steil nach oben. 2008 stand seine Erfolg versprechende Karriere kurz vor dem Ende. Bei einem Auftritt im Gorki Theater in Berlin zog sich Louis bei einem seitlichen Salto einen Kreuzbandriss zu. Aber damit noch nicht genug: Sein Knie entzündete sich und die Ärzte konnten den Virus nicht identifizieren, um das Knie richtig zu behandeln. „Bei der Visite haben sie mir mal wieder gesagt, dass sie mir immer noch nicht helfen können. Der eine Arzt meinte außerdem, ich könnte nicht mehr als Tänzer arbeiten… Ich kam mir echt hilflos vor. Ein Freund kam ab und zu im Krankenhaus zu Besuch. Er ist muslimisch. An dem Tag sagte er, ich solle vielleicht einfach beten – nicht unbedingt zu Allah – einfach beten. Das habe ich gemacht und am nächsten Morgen meinten die Ärzte, sie hätten den Virus plötzlich gefunden und könnten mit der Behandlung beginnen. Ich bin seitdem ein spirituellerer Mensch. Ich meine, ich habe die Schule kurz vor dem Abi abgebrochen, weil es mir so vorkam, als würde ich nichts fürs Leben lernen, aber das Tanzen hatte ich immer durchgezogen!!“

Sein Durchhaltevermögen hat sich gelohnt und für sein Knie wurde eine Reha angeordnet. Insgesamt ein Jahr konnte der B-Boy deshalb nicht tanzen und er hat dann noch ein Jahr gebraucht, um wieder das alte Level zu erreichen. Louis sagt, er hat vor allem persönlich viel aus der Sache gelernt: „Man bekommt eine Gabe geschenkt, aber sollte sich nicht zu sehr herausfordern.“ In seiner Akrobaten-Ausbildung versuchte er aber so schnell wie möglich wieder einzusteigen: „Es war eine echte Überwindung wieder einen Salto zu machen – nicht technisch, sondern vom Kopf her!“

Louis‘ offizieller Trailer:  

Sein Style

Keepondancin hat Louis gebeten, seinen Tanzstil selbst zu beschreiben: „Durch die Ausbildung habe ich viele akrobatische Elemente in meinen Tanz eingebaut. Ich würde sagen, mein Flow ist sehr weich, flüssige Bewegungen, wie das Element Wasser. Ich kombiniere das mit explosiven Saltos als Gegensatz und finde so ein Zwischenspiel als B-Boy. Ach ja, und ich breake sehr footwork-lastig, doch das wichtigste bleibt natürlich die Musikalität.“

Louis‘ Plan für 2012

2012 hält noch einige Aufgaben für Lou-Ease bereit. Bad Trip trainieren für das Battle of the Year, bei dem sie hoffentlich alles abreißen. Mit Engagements wie jetzt im Friedrichstadtpalast sowie Workshops oder anderen kleinen Jobs mit den Flying Steps  bestreitet er weiter seinen Lebensunterhalt und Ende des Jahres kommt sein erstes eigenes Theaterprojekt auf uns zu. Es wird ein Duett, das der B-Boy zusammen mit Saido/Bboy Darwin entwickelt. Wir dürfen gespannt sein auf seine neuen Projekte, denn nur eins bleibt 2012 gleich – seine Einstellung: „Es muss sich die Waage halten zwischen dem kommerziellen Shit, den ich gar nicht so mag, und der Kunst und der Möglichkeit, was eigenes zu kreieren und zu entwickeln.“

Unser Blogprojekt hält er für’ne wichtige Sache. „Es ist in der Form die erste Seite, die Einblick bietet in die Kultur – für die, die nicht so gut connected sind und um zu sehen, was die anderen machen. Sowas braucht die Szene!“ Danke Louis für das interessante Gespräch und bis dahin, you know: keepondancin!

Nachwuchsförderung deluxe – „Battle of the Schools“ in Hamburg

Wenn Noten und Status keine Rolle spielen und Schüler freiwillig den Freitag Abend in der Schule verbringen, muss ein richtig fettes Event stattfinden. Und so war es auch Ende letzter Woche in Hamburg. Elbcoast Entertainment hat ein großartiges Konzept umgesetzt, die es so in einer deutschen Großstadt noch nicht gab: das „Battle of the Schools“.

Die Idee kommt nicht von ungefähr: Elbcoast erklären auf der Homepage, dass an insgesamt 40 Schulen der Hansestadt 30 Tänzer die Disziplinen Breakdance und Hip Hop Dance unterrichten. Seit zwölf Jahren schon hält Urban Dance so Einzug in den Hamburger Schulalltag.

Am Freitag hatten Schüler, die diese Kurse oder Arbeitsgemeinschaften besuchen, die Gelegenheit, sich offiziell zu battlen und ihre Skills zu testen. „Wir wollen den Schülern ein Event ermöglichen, bei dem sie sich schulübergreifend messen können. Es soll nicht um Gymnasium oder Hauptschule, Markenklamotten oder den sozialen Background gehen, sondern einfach nur ums Tanzen. Wir können damit Kids zusammenbringen, die sich sonst nie begegnen würden. Die Hip Hop-Kultur ist die perfekte Grundlage dafür“, erklärt Metin von Elbcoast Entertainment die Idee.

Das Konzept ging sowas von auf. Aus der Aula eines Gymnasiums im Bezirk Wandsbek wurde eine Battle-Arena und die Stimmung war extrem gut. Alle hatten Spaß bei den Battles, Judge-Demos und der Breakdance Show der Crew TEC sowie bei Rapper SEB. Die ganze Zeit wurde aufmerksam mitgefiebert.

Um den Kids außerdem zu zeigen, was es neben Hip Hop und Breakdance noch im Urban Dance gibt, gab es Show Battles im Voguing, House usw. Elbcoast Entertainment hat es definitiv geschafft, Schülern die Urban Dance Kultur näher zu bringen (auch den vorher ahnungslosen) und viele haben sich auf den Battleground getraut. In der Kategorie Hip Hop wagten sich neun Zweiergruppen das Kräftemessen und beim Breakdance sogar 14. „Da viele Teilnehmer keine Battle-Erfahrung hatten und überhaupt mit den Begriffen „Battle“ und „Freestyle“ noch nicht viel anfangen konnten, war ich sehr zufrieden“, so Metin über die Resonanz.

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Die 2vs2-Kategorien Breakdance und Hip Hop wurden wiederum in zwei Alters- bzw. Schwierigkeitsstufen eingeteilt und Hamburgs beste Tänzer haben das Event als Judges, DJ, Teilnehmer oder wie Jo-l mit Show Battles unterstützt. Breakdance wurde von den erfahrenen Tänzern Sonny Tee, Chris-Rock und Kool Monkee gejudget und in der Hip Hop Jury saßen keine geringeren als Andy, Aaron Night und N-Jay. Die Beats kamen von „Lieblingsbreaker“ Jango.

Die Finalisten des "Battle of the Schools" 2012

Als Sieger aus den Battles gingen in der Kategorie Breakdance 5. bis 7. Klasse Tolga und Victor aus der 5. Klasse der Max-Brauer-Schule in Altona hervor. In der Gruppe Breakdance 8. bis 13. Klassekonnten Vigen aus der 9. Klasse der Schule an der Uhlenhorst und Kevin aus der 12. Klasse der Jenfelder Otto-Hahn-Schule das Battle für sich gewinnen. Die Gewinner der Hip Hop Battles sind in der Anfängergruppe Leonie und Lisa aus der 8. Klasse des Johannes Brahms Gymnasiums und bei den Fortgeschrittenen setzten sich Mathé und Teddy von der Alien Fam durch, die in Lübeck die 12. und 13. Klasse besuchen. Die Sieger erhielten Gutscheine im Wert von 100,- Euro für den adidas Originals Store.

Die Künstleragentur Elbcoast Entertainment kann mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Konzeption und Entwicklung von Jams, Battles und anderen urbanen Tanzprojekten vorweisen. Sie hat das Event so konzipiert, dass „Battle of the Schools“ im Hamburger Schulalltag verankert werden und somit regelmäßig stattfinden soll.

Also wir sind überzeugt, dass das „Battle of the Schools“ ein fester Bestandteil in Hamburg werden sollte und finden außerdem, dass sich Veranstalter und Schulen in anderen Städten dieses Event zum Vorbild nehmen sollten, um ihre Schüler zu fördern. Bis dahin keepondancin!

Breakdance-Battle der neuen Generation

Hip Hop Battle der Fortgeschrittenen

Beat Battle – The Downfall?

Endlich stand am 21.01. in Bonn mal ein richtig großes Urban Dance Event an – das Beat Battle The Tournament. Auf Facebook und Youtube wurde von den Organisatoren ordentlich die Werbetrommel gerührt. Tänzer aus allen Ecken in Deutschland hatten richtig Bock drauf und haben sogar selbst Support-Filme für das Battle gedreht und hochgeladen. Leider konnte das Event nicht ganz halten, was es versprach (hier unsere Eventinfo) und viele Beteiligte sind jetzt sogar sauer.

B-Boy Wild Willy (Holland) beim Beat Battle 2012, Quelle: General Anzeiger Bonn Online

Die Location war fett. Im hochmodernen Telekom Dome der Telekom Baskets Bonn haben sich die Tänzer auf einer überdimensionalen Tanzfläche, die eigentlich das Basketballfeld ist, gebattlet. Die „Great 8“ Breakdance Crews waren für die deutschen Herausforderer leider nicht zu knacken und machten das Battle am Ende unter sich aus. Die Top 9 Crew (Russland) gewann gegen Illusion of Exist (Russland/Ukraine). Ansonsten blieben alle Pokale in NRW. Ben hat die Kategorie Hip Hop für sich entschieden, TwoFace gewann Popping und Og in der Kategorie House.

Wir haben TwoFace gesprochen und er hat uns ein guten oder besser gesagt nicht so guten Eindruck vom Battle gegeben: „Das Level der Tänzer war sehr hoch. Es hat Spaß gemacht. Leider war die Halle nur halbvoll und das Publikum war wegen des großen Felds zu weit weg. Später durften dann wenigstens die Tänzer aufs Feld und wir konnten einen Circle bilden. Naja, und Technik und DJ mussten sich gegeneinander ausspielen, damit es laut genug war. Deshalb hat auch der Host ganz schön mit sich gekämpft.“

Damit ihr euch die Location vorstellen könnt, bietet der TV-Beitrag zum 
Beat Battle in der Lokalzeit Bonn im WDR einen guten Einblick
(gleich zu Beginn und ab 14:40).

Diese Probleme haben die Stimmung beim Battle natürlich getrübt. Leider fehlte es bei der Organisation noch an viel grundlegenderen Stellen. TwoFace listet weiter auf: „Es gab für alle, auch für die Teilnehmer, nur Dosengetränke, kein Wasser. Die eigenen Flaschen musste jeder vorher abgeben. Das Essen da war schnell weg. Wir konnten aber auch nicht einfach rein und raus und zum Beispiel etwas zu essen holen, weil der Einlass nicht richtig geregelt war und es nicht für alle Bändchen gab.“ Ihr wisst ja, wie lange große Battles so dauern…
Die Berlinerin Anja war House Judge beim Beat Battle und sollte auch noch einen Workshop am selben Tag geben. Das bedeutet, dass sie von vormittags bis zum Ende des Battles gegen drei Uhr nachts gearbeitet hat. Sie erklärt, wie unzuverlässig Mitorganisator Nader J. war: „Er schuldet mir und noch anderen Tänzern Geld. Zum Beispiel hat er mir einen Flug ohne Gepäck gebucht und ich musste es dann selbst beim Abflug zahlen. P-dog hat er den Flug gar nicht gebucht und andere haben ihren Flug verpasst, weil er sie nicht zum Flughafen gebracht hat wie versprochen. Der hat einfach sein Handy den ganzen Tag aus gehabt und keiner konnte ihn erreichen.“ Beim Battle selbst haben auch die Judges kein Wasser sondern nur Red Bull bekommen. Und als sie endlich eine Pause hatten, war das Essen schon weg. Die Jurymitglieder konnten also nichts mehr essen – untragbar nach einem ganzen Tag mit Workshop und Battle. Ach ja, zum Thema Workshop hatte sie auch noch was zu sagen: „Er hat gesagt, dass die ausgebucht sind. Nur dass keiner da war und wir nicht bezahlt wurden…“

Auch Tänzerin Cleopatra, die das Battle mitorganisierte und moderierte, und P-Dog, der auch judgte und einen Workshop gab, machten bei Facebook ihre negative Meinung deutlich bzw. erzählen die Ereignisse sehr ähnlich wie TwoFace und Anja.

Allgemeine Stellungnahme des Beat Battle Teams

Vor allem, dass die Tänzer ihrem Geld nachlaufen müssen, ist kein Zustand. Ob unter diesen ganzen Umständen die 20% der Einnahmen wie versprochen an krebskranke Kinder gehen, ist ebenso fragwürdig wie die Reaktion des Beat Battle-Teams.
Die Veranstalter haben sich auf ihrer Facebook-Profilseite ebenfalls zum Event geäußert. Montag Abend schrieben sie in einer Art Danksagung: „Zum Schluss wollen wir uns speziell bei allen Jury Mitgliedern, Moderatoren, bedanken, welche teilweise auf ihre Bezahlung verzichtet haben, damit alle Gewinner das Preisgeld erhalten konnten. Dieser Dank geht raus an: Astro, Puzzles, Menno, Sylvana, Golden I-C-H-I, Haydar Cash, DJ Chung, DJ Crash, DJ Jebel, DJ Joseph Wu, Dj Marsoul und Juba Films.“  Von Verzicht kann eigentlich keine Rede sein, aber Anja, Cleopatra und P-Dog, die sich öffentlich beschwert haben, werden ja auch nicht aufgezählt. J. und sein Team legen sogar noch einen drauf. Sie kommentieren neben einer allgemeinen Stellungnahme übers Battle (siehe links) bei Facebook sehr ausführlich den wütenden Status von P-Dog, das Statement von Anja oben und eine private Mail von Cleopatra. Dabei weisen sie alle Anschuldigungen von sich, nennen die drei unter anderem ‚respektlos‘ und bezeichnen sie als Lügner. In der Nacht von Montag zu Dienstag gegen ein Uhr haben sie diese drei Stellungnahmen inklusive Screenshots von den Statusmeldungen und der Mail online gestellt. Dienstag Abend sind sie schon wieder verschwunden. Ein Zeichen von Eingeständnis? Denn es gab bereits andere Tänzer, die die Beiträge kommentiert haben und klarstellen wollten, dass Cleopatra, Anja und P-Dog keine Lügner sind.

Chaotische Zustände in Bonn und auf Facebook – und TwoFace macht deutlich, warum dieser Ausgang des Events besonders schade ist: „Dieses Jahr wollten alle Tänzer in NRW die Battles wieder mehr supporten. Gegen Ende letzten Jahres ist das nämlich ein bisschen eingeschlafen. Und jetzt haben alle das Ding umsonst unterstützt. Das zieht einfach wieder runter!“

Wir bleiben dran und jetzt gilt erst recht: keepitreal and keepondancin!

WAS DANACH GESCHAH: In einem Gespräch mit dem Veranstalter nach Veröffentlichung dieses Artikels haben sich einige Probleme, wie die Organisation der Workshops, als scheinbar pure Missverständnisse herausgestellt. Vor allem weil Veranstalter J. berichtete, dass er per Mail bedroht wurde, haben wir uns entschieden, diesen Artikel wieder vom Blog zu nehmen, um ihn als Privatperson zu schützen. Keepondancin unterstützt Bedrohungen dieser Art in keiner Weise!!

Ein neutralerer Artikel mit den Inhalten dieses Gesprächs sollte folgen. Kurz vor Veröffentlichung haben die Veranstalter aber einen Rückzieher gemacht. Und nach dem Battle Cry (22.09.12) gestern, was auch von J. mitorganisiert wurde, hört man jetzt ähnliche Anschuldigungen…

Urban Lifestyle Workshops

Wem ein Workshop nicht reicht, der kann sich diesen Monat direkt eine „Familienpackung“ in Bonn geben. Als Teil des Beat Battles zeigen die sechs Judges in Urban Lifestyle Workshops ihre Skills. Unter ihnen sind auch P-Dog Old Future aus Duisburg, der einen Hip Hop Workshop, die Berlinerin Anja, die euch die Basics des House Dance beibringt und Astro Hkz aus Freiburg, der Powermove Secret lehrt. Die erlernten Grundschritte und Choreos könnt ihr direkt in den abschließenden Freestyle Sessions einfließen lassen. DIE WORKSHOPS SIND AUF MAX. 20 TEILNEHMER BEGRENZT, MELDET EUCH SCHNELL NOCH AN!

Nutzt diese heftige Gelegenheit, euch vor dem Battle schon mal richtig aufzuwärmen!! Bis dahin keepondancin!

Datum: 21.12.2012
Ort: TANZschule Koltermann, Theaterplatz 26, 53177 Bonn-Bad Godesberg
B-Boying (Menno, Netherlands): 10:00 - 11:00 Uhr
Popping (Sylvana, Frankreich): 10:00 - 11:00 Uhr
House (Anja, Berlin): 11:00 - 12:00 Uhr
Powermove Secret (Astro Hkz, Freiburg): 11:00 - 12:00 Uhr
B-Boying (Puzzles, Kanada): 12:00 - 13:00 Uhr
Hip Hop (P-Dog, Duisburg): 12:00 - 13:00 Uhr
Preis: 10 Euro pro Kurs
Anmeldung: Workshop.Bonn@gmail.com

Workshop mit Anja: 

P-Dog bei Berlin Circle Ground:

Power Moves von Astro:

Das Battle der Einzelkämpfer

Im Club ist es dunkel. Licht fällt nur auf den Battleground, denn auf den sollen alle Augen gerichtet sein. An der einen Seite der quadratischen Tanzfläche sitzen die fünf Judges in weißen Sesseln und entscheiden, wer weiterkommt. U-Gin moderiert das Battle lauthals, er ist gut drauf. Er hätte nur gerne ein besser funktionierendes Mikrofon mit langem Kabel für mehr Bewegungsfreiheit. Nach ganzen drei Stunden Preselections geht es in die Battles. Es sind bestimmt 300 Leute dort, davon 199 Teilnehmer (!!!), und damit ist der Club bis oben gefüllt. Neben der Berliner Szene haben auch P-Dog, P.Dee und Adnan aus NRW sowie Tänzer aus Polen, Italien und Mexiko für das Battle den Weg in die Hauptstadt gefunden. Und weil Dedson (Wanted Posse) und Peeps gerade in der Stadt gearbeitet haben, war außerdem „hoher Besuch“ aus Paris am Start.

Am Samstag fand im Club R8 die bereits dritte Auflage von Berlin’s BEST SOLO DANCER statt. Das Konzept ging auf. Ohne die Zusammenarbeit mit Jugendzentren haben Aki, Delano und Danny in Berlin ein neues Battle auf die Beine gestellt. Mit der Agentur Hip Hop Models haben die Jungs einen Sponsor gefunden, der das Event mitunter ermöglicht.

In fünf Kategorien battlen die Tänzer bei Berlin’s BEST SOLO DANCER 1 zu 1 gegeneinander. Die besten acht Teilnehmer je Style ziehen aus der Preselection in den direkten „Nahkampf“. Wer alle Battles für sich entscheidet, darf ein ansehnliches Preisgeld mit nach Hause nehmen. Am vergangenen Wochenende gewann Peeps die Kategorie House, Dancehall die Berlinerin Deejane Guacamole, Breakdance machte Pirackee aus Polen klar und Arman von den Fanatix und der neuen Berliner Crew Baba Zula sicherte sich den Poppingthron. In der 2vs2-Kategorie HipHop haben die Berliner Brüder Isaac und Prince von MIK das Battle gewonnen. Eigentlich heißt es ja Solo Dancer, aber Aki aus dem Organisatorenteam erklärt, warum dieses Mal Duos angetreten sind: „Wir haben das ausnahmsweise gemacht, so als kleines Weihnachtsspecial. Bei so vielen Tänzern war das echt eine gute Entscheidung. Wir überlegen jetzt, das ab und zu mal anzubieten.“

Das Niveau der Battles in den einzelnen Kategorien unterschied sich ziemlich deutlich. Dancehall zum Beispiel ist eine neue Disziplin in der Battlelandschaft und keepondancin ist gespannt, wie sich die Tänzer da weiterentwickeln. HipHop und vor allem das Housefinale waren hingegen großes Kino. An diesen beiden Finals waren leider nur die Berliner Prince und Isaac beteiligt. Die anderen Finalisten kamen aus der Tänzerhochburg NRW (Adnan, P-Dog und PD) und der Tänzerüberhochburg Paris (Peeps).

Die Stimmung im R8 war gut, aber in puncto Euphorie ist noch Luft nach oben. Den Tänzern hat’s gefallen. Das eindeutige Statement von HipHop-Gewinner Prince lautete: „War sehr, sehr heftig.“ Und im Gespräch mit keepondancin meinte Peeps: „The event is nice. I like the vibes here and the level is growing more and more every year.“ (Das muss man nicht übersetzen.) Organisator Aki hat keepondancin gesagt, dass er sich vor allem freue, dass sich das Event so rumspricht und immer mehr Tänzer sogar aus dem Ausland teilnehmen. „Das ist genau der Grund, warum Delano und ich die Idee in die Tat umgesetzt haben. Wir wollten, dass die Berliner Szene damit noch mehr wachsen kann“, fügt er hinzu. Die Besucherzahlen sprechen außerdem für den Erfolg von Berlin’s BEST SOLO DANCER: Zum ersten Battle im Sommer kamen schon 150 Tänzer und Interessierte, im September besuchten 200 Tanzbegeisterte das Event und Samstag stieg die Zahl noch mal auf 300.

Aki erklärt noch schnell den Plan für die Zukunft: „Das Battle soll vier Mal im Jahr, also alle drei Monate ausgetragen werden.“ keepondancin freut sich, dass Berlin ein neues erfolgreiches Battle zu bieten hat. 2012 kann kommen, bis dahin keepondancin!

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Berlin’s Best Solo Dancer, Part III

Die Jungs von SW∆GG ∆TTACK beschenken uns noch vor Weihnachten mit einem letzten Mal Berlin’s Best Solo Dancer – zumindest in diesem Jahr.

Nächstes Wochenende nehmen sich die Tänzer auf dem schwarz-weißen Battleground noch einmal so richtig auseinander. Gebattlet wird in den Kategorien Breakdance, New Style/Hip Hop, Popping, Dancehall und House. Um zu beurteilen, sitzt neben der Berliner Elite mit Serdar (Lunatix), Flo (Tribe), Maggi (DiW!NE) und Raha (Miss Kill Bill) auch 2Face aus Düsseldorf in der Jury.

Wer sich noch anmelden will, schreibt einfach bis Freitag 18 Uhr seinen Namen und die Kategorie auf die Pinnwand des Events bei Facebook. Wie der Name schon verrät, werden die Kategorien 1on1 ausgefochten – bis auf „Hip Hop/New Style“, bei der dieses Mal je zwei Tänzer gegeneinander antreten. Pro Tänzer sind maximal drei Kategorien drin.

Der sonstige Rahmen kann sich auch sehen lassen: DJ Cizzle legt auf, U-Gin moderiert, während des Battles lässt die Buck Unit mit einer Krump Show hoffentlich die Tanzfläche beben und bei der direkt anschließenden Aftershow Party präsentieren DiW!NE ihre aktuelle Dancehallshow.

Für weitere Infos checkt die Facebook-Fanseite und den YouTube-Channel von Berlin’s Best Solo Dancer.

Wir sind auf jeden Fall am Start und wer gewinnen will, dem raten wir das: keepondancin!!!

 
Datum: 17.12.2011
Ort: R8-Club, Rosmarinstr. 8, 10117 Berlin-Mitte
Einlass: 15:00 Uhr
Start: 16:00 Uhr
Tickets: 6 Euro für Tänzer und 8 Euro für Publikum
Preisgeld: insgesamt 2000 Euro
Aftershow Party: ab 23:30 Uhr im R8