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Swaggi Maggi bei Frankreichs erstem Dancehall Camp

Das erste BigUp Dancehall Kemp in Frankreich ging am Wochenende zu Ende. Auch Tänzerin Swaggi Maggi aus Berlin wurde eingeladen, Workshops zu geben und das, obwohl die Szene bei uns noch vergleichsweise mager aussieht. Wir wollen jetzt natürlich wissen, wie es war.

Wie war’s denn?

Ich war vier von acht Tagen da und die waren richtig intensiv. Jeden Tag einen Workshop geben, andere Workshops mitnehmen, Fotoshooting und Interviews. Aber es hat definitiv Spaß gemacht, das Camp war gut besucht und ich bin froh, dass es endlich ein Camp nur für Dancehall gibt. 

Da du auch bei den andern Workshops mitgemacht hast: Was ging denn tänzerisch?

Die Qualität war insgesamt sehr gut. Ich war etwas überrascht, dass sich so etwas wie zwei Lager gebildet haben. Besonders die Tänzer aus Frankreich und Russland haben sich hauptsächlich nur für die Ragga Jam Workshops interessiert. Das haben sogar die jamaikanischen Tänzer gespürt. Ragga Jam hat eine andere Dynamik als Jamaican Dancehall. Deshalb wäre es cool gewesen, wenn die Ragga Jam-Interessierten die Chance mehr genutzt hätten, sich in „unseren“ Workshops inspirieren zu lassen und den Jamaican Style besser kennenzulernen

Was hast du selbst dazugelernt?

Mich haben vor allem die Workshops der Jamaikanerinnen geprägt. Shelly Xpressionz hat ihre Workshops sogar mit afrikanischen/folkloristischen Tänzen (Kumina) begonnen, um zu zeigen, wie Dancehall eigentlich entstanden ist und auch Latonya Style  zeigte uns erst Moves aus den 80ern. Ich verstehe die Herkunft und Entwicklung der Tanzrichtung jetzt noch besser und kann meine Fähigkeiten dadurch besser ausbauen.

Übrigens ist Maggi gerade für ein paar Monate nach Jamaika geflogen, um ein Praktikum an der School of Dance am Edna Manley College zu machen und nebenbei mit vielen neuen authentischen Moves im Gepäck die deutsche Szene zu bereichern, wenn sie zurück ist.

Keepondancin and do di ting! Danke für das Interview.

Berlins Battle des Jahres mit Anlaufschwierigkeiten

Am Wochenende hat Berlin ein Event gesehen, auf das die Tanzszene sehr stolz sein kann! Leider hat sie das nicht 100% gezeigt…

Ich fasse noch einmal zusammen: Georgina hat im Rahmen des „Street LABour“ Festivals ein hoch-, nein, höchstkarätiges Battle mit Workshops organisiert. Das Konzept Bonnie & Clyde (Frau und Mann tanzen zusammen 2 on 2) ist nicht neu, aber gab es so noch nicht in Berlin. Und weil es im Urban Dance immer noch einen Überschuss an männlichen Tänzern gibt, hat Georgina keine Mühe gescheut, besonders talentierte Tänzerinnen (und Tänzer) aus Europa einzuladen.

Und viele sind gekommen, um die Berliner Szene zu unterstützen: Niki aus Schweden kam mit Kollegen Razzle Dazzle, Mufasa aus Frankreich mit Jimmy Yudat, Valusha aus Russland hat mit Isaac (MIK) den Battleground auseinandergenommen, Rayboom mit Raha, Lockerin Ina mit Lamin (Lunatix) und B-Girl Jilou (How I met a B-Girl) tanzte mit Arman (Baba Zula FX) zusammen. Und da endet die Liste noch nicht einmal, weil auch noch die Mädels von „Matryoshki in Jazz“ aus Russland, die ein Showcase gezeigt haben, beim Battle mitgemacht haben. Also genügend Tänzerinnen da für alle!

Namhafter als die Teilnehmer waren nur die Judges. Die Tänzerlegenden Shaik (NY) und Damon Frost (LA) und die erfolgreiche Choreografin Nikeata Thompson saßen in der Jury und haben das Publikum permanent motiviert, mehr mitzugehen.

Und so wie das Aufgebot an Tänzern waren auch die Battles: RICHTIG HEFTIG! Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, den Battles einfach nur zuzusehen. Die eingeladenen Tänzer haben neue Vibes hineingebracht und wirkten offensichtlich sehr inspirierend auf die Berliner Teilnehmer. Die sind nämlich durch die Bank weg über sich hinausgewachsen – egal, ob sie sich einen „fremden Partner“ gesucht haben wie Isaac, Lamin, Lou, Arman, Richie usw. oder wie Kingsley (MIK) und Lala (Borderline) gleich zusammen getanzt haben. Wer eine Challenge gesucht hat, hat sie bei dem Event auf jeden Fall gefunden und alle haben sie bestanden.

Im Finale tanzten Mufasa und Jimmy, die gegen Niki und Razzle Dazzle gewonnen haben. Aber eigentlich habe alle gewonnen, so schön war’s!

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Es gibt also keinen Grund enttäuscht zu sein? Doch, leider! Sowohl die Teilnehmer- als auch die Besucherzahl war mager. Der Heimathafen Neukölln war nicht besonders gefüllt und tragischer wurde es noch bei den Workshops. Einige fielen sogar aus, weil sich kein einziger Interessierter angemeldet hatte oder spontan vorbeikam. Damon, Niki, Jilou und Mufasa hatten immerhin unglaubliche vier Workshop-Teilnehmer… Ups, was war da los?

Gut! Es gab noch ein großes Battle in Hamburg, einige sind im Urlaub, andere müssen arbeiten oder haben sonstige Engagements, aber da bleiben doch nicht nur vier Leute übrig!?!? Warum lassen sich so viele die Chance entgehen, sich neue Inspiration oder Techniken in einem Workshop zu holen, den man wirklich nicht jede Woche in Berlin haben kann? Das wäre doch ein perfekter Weg, seinen Horizont zu erweitern, ohne hunderte Euros für einen Flug nach Paris oder in die USA auszugeben.

Die Bedingungen waren jedenfalls optimal für Berlin, um als Tanzstandort international zu representen. Es hätte sich auch für Tänzer aus anderen Städten definitiv gelohnt, sich bei dem Event weiterzuentwickeln, ohne weit zu fahren. Isaac hat das Wochenende als Kommentar zu einem Post von Georgina auf den Punkt gebracht: „I´m so sorry for all you people who missed that…. it was craaazy… thanks thanks thanks georgina for makin that happen :)“

Alle, die representet haben, waren krass drauf! Also keepondancin Berlin, damit wir nächstes Mal noch krasser am Start sind. (Das haben mindestens die verdient, die sich so sehr reinhängen, Berlin neue Möglichkeiten zu bieten. Danke Georgina!)

Tanzen mit Seifenblasen

I.am.yu aus Hong Kong sieht sich selbst als Vagabund, Fotograf und Künstler. Und das zurecht! Dieses Video ist Ästhetik pur. Smooth tanzt er mit den Seifenblasen oder auch die Seifenblasen mit ihm. Lehnt euch zurück, drückt play und entspannt!

„Walk For Me“ – Berlins erster Vogue Ball

Wo fängt man jetzt an bei einem Event, dass so bunt, voll und neu war… Vielleicht damit: Ihr habt was verpasst!

Der erste Berlin Vogue Ball war 100% Entertainment. Vorm L.U.X. in Kreuzberg war so großer Andrang, dass die Schlange fast bis zur nächsten Straßenecke reichte und irgendwann ein Einlassstopp verhängt werden musste. Die Show fing deshalb erst spät an. Was wir dann aber geboten bekamen, hat Berlin so noch nicht gesehen: Rüschen, Tüll, Glitzer, Latex, Farben, Schmuck, Strass und ganz viel Attitude auf der Bühne. Keepondancin hat dieses Mal sogar mitgemacht!

Die Jury war hochkarätig und sehr authentisch. Organisatorin und Vorzeige-Voguerin Georgina hatte es geschafft, Tänzer aus der New Yorker Ballroom-Szene nach Berlin zu holen. Neben King Aus Ultra Omni war „the legendary Grandfather of the House of Xtravaganza“ Hector Xtravaganza Teil der Jury. Hector ist ein Voguer der ersten Stunde und performte schon in den Siebzigern bei Balls. Weitere drei Judges aus der Berliner Fashion- und Liefstyleszene haben die Expertenjury komplett gemacht.

Ein Vogue Ball ist ein Wettbewerb, bei dem man sich in den fantasievollsten Kategorien entgegentritt. Beim Berlin Vogue Ball konnten die Teilnehmer bei Runway „Best Dressed“, „Las Vegas Show Girl“ oder „Sex Siren/Butch Queen“ mitlaufen und bei Performance All Styles gegeneinander tanzen. Abgeräumt haben vor allem die Mitglieder des House of Melody, das Georgina vor wenigen Monaten in Düsseldorf gegründet hat.

Zena (Gazelle Melody) konnte die Catwalk-Kategorie „Sex Siren“ für sich entscheiden und hat in einem aufregenden, dreifachen Battle-Marathon gegen Anna Ninja auch in der Performance-Kategorie gewonnen. Anna Ninja aus Schweden war dabei eindeutig Favoritin, da sie als erste Europäerin im Legendary House of Ninja aufgenommen wurde und viel in New York trainiert. Dafür konnte die Schwedin den Pokal für „Las Vegas Show Girl“ einsacken. In der Kategorie „Best Dressed“ liefen die meisten Teilnehmer und auch da konnte sich das House of Melody durchsetzen. Marie (Zoe Melody) hat mit viel Grazie und Haarpracht überzeugt. Keepondancin hat es bei „Best Dressed“ in die zweite Runde geschafft, aber dann gegen die erfahrenere Voguerin Maike aus Hamburg knapp verloren… aber nur knapp!

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Zwischendrin und danach gab es außerdem Shows im Überfluss. Das House of Mongo, Funkymoto, das Pariser House of Tati, House of Lazer aus Hamburg und die Melodys haben mehr oder weniger aufwendige und aufregende Choreografien getanzt und damit den Abend voller neuer Eindrücke beendet.

Deutschland braucht auf jeden Fall mehr davon und mehr Platz beim nächsten Mal, denn ihr müsst unbedingt hinkommen.

Ein überdimensionales Lob geht by the way an Georgina und Songül, die als Berlin Vogue Out viel Herzblut und Energie in das Event und die Workshops und Diskussionen gesteckt haben. Es hat sich gelohnt! Wir sind im Vogue-Fieber und glücklich, dass Georgina mit dem Gedanken spielt, „vielleicht schon einen Winterball im Februar zu veranstalten“.

So Voguers out there, keepondancin!

PS: NOCH HEFTIGERE BILDER HAT NUR HOMARD PAYETTE! Checkt dafür sein Album Berlin Vogue Out! Und wer Videos vom Catwalk sehen will, sollte unser Facebookprofil besuchen!!

Recap Berlin’s Best Dancer Wanted

Here we go. (by Christian Schneider)

 

Maskenball in Hamburg

Maike und Bintou wollen uns in ANOTHER WORLD entführen… Gelingt auch echt gut dank der anonymen Masken, den urbanen Locations in Hamburg und der sphärischen Musik….. Einmal auschecken, bitte!

Passion for Voguing

Tänzer aus der Vogueing-Doku „Paris is burning“

Vogueing ist on top. Immer mehr Events binden diesen Tanzstil ein. Es gibt einige Vogueing Battles und immer mehr Shows, für die speziell Vogueingtänzer gebucht werden. Die Wiedergeburt einer Tanzrichtung? Während Breakdance, Popping und Locking immer weitergelebt wurden, war Vogueing Ende der 90er ein bisschen aus dem Rampenlicht verschwunden.

Vogueing ist in den 1960ern in der afroamerikanischen Gayszene von Harlem entstanden und war damit erstmal nur für eine kleine Zielgruppe zugänglich. Bei Balls versuchten die Teilnehmer, sich gegenseitig an Schönheit und Grazie zu überbieten, indem sie die Models aus dem Hochglanzmagazin ‚Vogue‘ imitierten. Bald haben sich mehr Leute für diesen Lifestyle interessiert und aus dem reinen Schaulaufen wurde ein Tanzstil, wie Willi Ninja (einer der größten New Yorker Vogueing-Ikonen) hier genauer erklärt.

In den Achtzigern kam man an Vogueing nicht mehr vorbei. Sie tanzten in Musikvideos und spätestens ab Madonnas Erfolg „Vogue“ von 1990 kannte es dann jeder Hinterwäldler. Egal, warum die Szene dann wieder mehr im Untergrund verschwand, jetzt ist Vogueing wieder da und selbst in Deutschland wird Vogueing immer professioneller. Der erste große Ball steht in Berlin in den Startlöchern und Organisatorin und deutsche Vogueing-Pionierin Georgina Philp (hier unser Portrait von ihr) hat international eingeladen. U.a. haben Anna Ninja aus Russland und Hector Xtravaganza aus New York zugesagt. Vom 10. bis 12.08. ist dann Berlin die Hauptstadt des Vogueing. Alle Infos zu Berlin Vogue Out und speziell zum Ball findet ihr bei Facebook, wenn ihr die Stichworte anklickt.

Aber wie gesagt, Deutschlands Szene kann sich auch sehen lassen. Wir stellen euch hier drei erfolgreiche Vogueingtänzer vor und checken, wer sie eigentlich sind und was sie über die Szene hier zu sagen haben.


Maike Mohr, 24, Hamburg, Tänzerin/Choreographin/Trainerin Wie kamst du zum Vogueing? Am Anfang wusste ich noch nicht viel über Vogueing. Ich habe auch erst mit Waacking angefangen und dann aus Neugierde irgendwann mal bei einem Vogueing Workshop in Paris bei Archie Burnett mitgemacht. Richtig motiviert wurde ich, Vogueing zu trainieren und mehr darüber zu erfahren, nachdem ich spontan bei einem Battle mitgemacht hatte. Danach habe ich dann viel mit anderen Voguern trainiert und habe so viele Workshops mitgenommen, wie ich konnte. Was fasziniert dich daran? Ich habe schon immer starken Ausdruck in Tänzen geliebt. Früher habe ich z.B. auch lange Krumping gemacht. Ich mag es gerne, eine Rolle einzunehmen! An Vogueing fasziniert mich aber auch der Fashionaspekt. Für mich ist das auch ein Ausdrucksmittel, auch im Alltag. Ich habe früher auch viel fotographiert und auch viele Selbstportraits gemacht. Dadurch habe ich mich schon eine ganze Weile mit Posing beschäftigt. Beim Vogueing konnte ich das gut mit einfließen lassen. Wie würdest du die Szene in Deutschland beschreiben? Die Vogueing Szene in Deutschland ist noch klein, aber ich habe das Gefühl, sie wächst! Was wünscht du dir für die Vogueing-Szene in Deutschland? Ich wünsche mir, dass es nochmehr Möglichkeiten gibt, sich auszutauschen und voneinander zu lernen! Ich freu mich auch, wenn die Szene wächst, noch bunter wird und Vogueing vielleicht auch den Nichttänzern ein Begriff ist. Und ich mag es, wenn Tänzer aus anderen Stilen mit Vogueing anfangen und ihre Einflüsse mit reinbringen, einfach noch mehr Offenheit!


Ich bin Zahara, 21 Jahre alt, und tanze seit über 6 Jahren.

1. Wie kamst du zum Vogueing?

Nachdem mir jemand mal eine Waacking-Choreo gezeigt hat, hab ich mir den Tanzstil noch einmal genauer bei Youtube angeschaut und kam schnell aufs Vogueing, da die Stile gern mal verglichen werden!

2. Was fasziniert dich daran?

Am meisten fasziniert mich die Ausdrucksstärke des Stils und alles, was zum Tanzstil gehört – die Charaktere, die Outfits, die Musik und natürlich auch die Geschichte dazu!

3. Wie würdest du die Szene in Deutschland beschreiben?

Viiiel zu klein!

4. Was wünscht du dir für die Vogueing-Szene in Deutschland?

Dass sie ganz schnell wächst und sich fest in die Tanzszene Deutschlands etabliert.
Der Berlin Vogue Ball ist ein großer Schritt in die richtige Richtung!


Hi, mein Name ist Barbora Brieskova, aber alle nennen mich Borka. Ich komme aus der Slovakei und bin 27 Jahre alt. Ich habe Tanz am Dance Conservatory in der Slovakei studiert, bin also professionelle Tänzerin und es bedeutet mir soo viel. Ich bin mir sicher, ihr wisst, was ich meine.

Ich hab Folklore, klassisches Ballett, Modern und Contemporary getanzt. Aber weil meine große Liebe Hip Hop ist, hab ich meine Company verlassen und bin nach NRW (Düsseldorf) gegangen, wo ich mit Takao Baba zusammengearbeitet habe.

1. Wie kamst du zum Vogueing?

Ich habe viel über Vogue gehört und auch viele Videos gesehen. Ich dachte immer nur: „Wow, ich liebe diese Energie, Grazie und Reinheit der Bewegungen, die Attitude und das Gefühl, das die Leute zu haben schienen während sie gevoguet haben. Es hat mich mehr und mehr interessiert und beim Funkin Stylez habe ich dann meinen ersten Workshop bei Archie Burnett belegt. Was soll ich sagen? Es war Liebe auf den ersten Blick!

2. Was fasziniert dich daran (am meisten)?

Ich habe einfach das Gefühl geliebt nach dem Workshop und konnte nicht mehr aufhören. Also trainiere ich neben Hip Hop, House etc ganz viel Vogue – dank Georgina mit unserem eigenen House, House of Melody, mit weiteren fünf Mitgliedern.

3. Wie würdest du die Szene in Deutschland beschreiben?

Ich bin sehr glücklich, dass die Vogueing-Szene in Deutschland langsam größer und größer wird. Langsam zwar, aber es wird! 😉

4. Was wünscht du dir für die Vogueing-Szene in Deu?

Ich wünsche mir, dass alle von uns Voguern in Deutschland weiter unser Ding durchziehen und damit Vogueing mehr und mehr an die Oberfläche birngen, sichtbar machen….. because it’s soooo beautiful!
So this is me..
Borka
God bless

Keepondancin, damit Vogue in Deutschland groß wird!!!

Benny Kimoto Trailer

Die Flying Steps sind mittlerweile legendär. Sie haben Breakdance in Deutschland populär gemacht und ihre Videos werden mal eben hunderttausendfach geklickt.

Benny Kimoto von den Flying Steps hat erst vor einem Monat seinen eigenen B-Boy-Trailer bei YouTube veröffentlicht und der wurde schon stolze 48.000 Mal angesehen. Das Video lässt nebenbei auch durchblicken, wie viel die Jungs rumkommen. Mal sehen, wer wie viele Locations errät.

Wird Zeit, dass wir das Video auch hochladen. Checkt das und keepondancin!!

Wenn Tänzer Fashion-Labels gründen…..

….. dann kann dazu nur ein freshes Promovideo gedreht werden. B-Boy Airdit hat genau das für sein Fashionprojekt ENDLESS wAIR gemacht – der neuen Marke für die internationale Urban Dance Szene. Erst seit diesem Jahr besteht das Label und Airdit hat beim Design ordentlich Geschmack bewiesen. 

Für den ersten Trailer wurden namhafte Tänzer aus der Szene zusammengetrommelt. Schaut doch einfach mal selbst, was dabei rausgekommen ist. Bis dahin keep on dancin!

Germany represents at Juste Debout!

Das Palais Omnisports de Paris-Bercy war ausverkauft. Unglaubliche 17.000 Zuschauer (meinte der Moderator im Laufe des Events) haben ihren Weg zum Juste Debout Finale gefunden – so viel wie noch nie. Insgesamt 144 Tänzer haben in den Kategorien House, Locking, Hip Hop, Popping, Top Rock und Experimental um den Sieg gekämpft.

Es gab so einige Highlights:

Das Housefinale Mamson und Babson vs. Kapela und Serge war legendär. Gegen Ende des Battles beginnen Babson und Kapela gemeinsam eine Routine zu tanzen und später steigen die andern beiden mit ein. One Love Hip Hop Moment!

Die beiden blutjungen Japanerinnen von Rush Ball waren definitiv die Publikumslieblinge in der Kategorie Hip Hop. Sie haben die Musik quasi aufgesogen und heftige Battles geliefert – und das mit 13 und 15 Jahren… Watch out JD 2013!

Das erste Battle von Bruce und Gator gegen Nelson und Franqey war Tanzqualität kaum zu überbieten. Es hätte auch das Finale sein können… Die Jury konnte sich auch nicht entscheiden und erst in einer dritten Runde kamen Nelson und Franqey weiter.

Unten neben dem Battleground bildet sich plötzlich ungeachtet von den Battles eine Menschentraube, die sich seltsam hin und her bewegte. Irgendwann konnte man erkennen: In der Mitte standen die Twins, ständig umringt von mindestens 30 Teenagern. Juste Debout hatte also auch Stars zu bieten. 😉

Germany represent!

In diesem Jahr haben besonders viele Tänzer aus Deutschland die Preselections für sich entscheiden können und auch beim großen Finale in Paris haben sie sich extrem gut geschlagen.

Allen voran der Wuppertaler Ben, der mit dem Franzosen Salas zusammen in der Katgorie Hip Hop gewonnen hat. Er hat bei jedem Battle mit seinen beeindruckenden Skills geglänzt und ist gerechter Sieger von JD 2012. Das Publikum war auf der Seite der Japanerinnen, die auch im Finale standen. Sie haben das ganze Event über auf einem wahnsinnig hohen Niveau getanzt, waren im Finale aber nicht mehr ganz so stark. Trotzdem gab es Buh-Rufe wegen der Juryentscheidung und Ben und Salas konnten ihren Sieg nicht so ganz feiern.

Majid, der aus Krefeld kommt, hatte mit dem französischen Tänzer Icee das erste Battle gegen die Prelim-Gewinner aus England eindeutig und verdient gewonnen, aber leider gegen Ben und Salas in einem sehr spannenden Viertelfinale verloren.

Adnan und OG, auch aus NRW, haben ein fettes erstes House-Battle hingelegt. Adnan war richtig gut drauf und OG hat mit seinem schnellen Footwork beeindruckt. Gegen die ebenfalls guten Gegner Meech und King Charles, hat es aber leider nicht ganz gereicht und die beiden flogen schon in der ersten Runde raus.

Berlin ist gleich im Viererpack angetreten.

Jan und Shizzo, die beim Juste Debout Germany die Prelims im Locking gewonnen haben, mussten sich gleich in der ersten Runde geschlagen geben, obwohl sie ein souveränes Battle hingelegt haben. Keepondancin hätte die Jungs weitergelassen…

Prince und Isaac konnten sich in der ersten Runde gegen die Gewinner aus Italien durchsetzen. Im Viertelfinale waren die Brüder dann eigentlich noch überzeugender und konnten mit ihren Skills und einer freshen Routine einen Großteil des Publikums für sich gewinnen. Sie verloren trotzdem gegen die sehr sauber tanzenden Jungs aus der Schweiz. Alle vier Judges waren dabei sogar einer Meinung, womit das Publikum und auch wir nicht ganz einverstanden waren. Es gab Buh-Rufe. Das zeugt für Prince und Isaac, die eine fette Show in Paris geliefert haben.

Android aka Martina, die aus Berlin kommt und jetzt in New York lebt, hat in Kanada die Kategorie Experimental gewonnen, konnte mit ihrem Auftritt aber nicht den Gesamtsieg holen. (Bilder in Slideshow)

Durch den Juste Debout-Marathon mit Boo und Arman

Auch Boo und Arman von Baba Zula Fx aus Berlin waren wie die meisten deutschen Teilnehmer zum ersten Mal beim Juste Debout am Start und bereit, abzuräumen. Den Einzug ins Finale haben sie bei der Preselection in Polen klargemacht. Boo erzählte kurz nach dem dortigen Sieg, sie seien mit dem festen Ziel hingefahren, zu gewinnen. Wir waren von uns überzeugt. Und als wir die starke Konkurrenz gesehen haben, waren wir erst recht motiviert und haben das Ding geholt. Wir haben uns natürlich tierisch gefreut, dass wir vor ca. 15.000 Leuten tanzen werden.“

v.l.n.r. Prince, Boo, Isaac und Arman laufen mit der polnischen Delegation in die Halle

v.l.n.r. Prince, Boo, Isaac und Arman laufen mit der polnischen Delegation in die Halle

Eine Woche vor dem Battle in Paris waren die beiden Popping Tänzer voll im ‚Battlemodus‘. Angst haben wir nicht. Noch sind wir gechillt und sagen uns immer, ‚Egal, wer vor uns steht, denen reißen wir den A… auf!‘ Aber natürlich ist viel Respekt dabei. Sollten wir gegen die Besten der Welt, wie zum Beispiel Bruce, tanzen, ist das schon eine große Ehre für uns.“ Und weil das weltweit größte Battle anstand, haben Boo und Arman dann noch härter trainiert. Boo hat ihre neue Strategie so zusammengefasst: „Wir müssen jetzt nicht jeden Tag zehn Stunden trainieren, aber wenn, dann halt hardcore! Wir arbeiten an neuen, krasseren Routines und an unseren Spezialitäten. Ansonsten chillen und Shisha rauchen…“ Wir haben Boo auch gefragt, ob sie sich bereit fühlen für Paris. Die Antwort war eindeutig: Und wieeeeee! Kann’s kaum erwarten, da hinzufliegen.“

Als alle Teilnehmer die Eventhalle in Bercy betraten, sah man im Grunde allen den Respekt vor dem Event an. Auch die beiden Poppingtänzer aus Berlin hat es umgehauen. Arman filmte mit seinem Handy die Zuschauermassen und Boos Gesicht wirkte doch ein bisschen angespannt.

Beim ersten Battle kamen sie aber mit viel Selbstbewusstsein und Spaß auf die Bühne. (Link zum Video hier!) Und es hatte funktioniert: Sie konnten mit ihren Poppingskills und einem einminütigen ‚Dauerfreeze‘ während der Gegner tanzte, die Jury und auch das Publikum auf ihre Seite ziehen. Arman, der besonders selbstsicher auf der Bühne wirkte, meinte danach auf die Frage, ob er richtig Bock hätte, da oben zu battlen, nur: „Normaaaaal!“

Ganz so „normaaaal“ sind sie im zweiten Battle nicht mehr aufgetreten. Die Pops waren sauber, alles gut gelaufen, aber man hat ihnen den Respekt im Vergleich zur ersten Runde mehr angemerkt. Deshalb mussten sich auch Arman und Boo im Viertelfinale verabschieden.

Die Jungs gaben direkt danach zu, dass sie enttäuscht sind, blickten aber gleich wieder nach vorne: „Nächstes Jahr kommen wir noch weiter!“ Und als ich Boo vor ein paar Tagen gebeten habe, seine Eindrücke rückblickend in einem Satz zusammenzufassen, schrieb er mir eindeutige Antwort: Ein Satz reicht niemals aus, aber: ES WAR EINFACH NUR GEIL!!!“

Wir sind stolz auf die deutschen Tänzer, die für uns representet haben und haben euch alle Fotos von den Fotografen, den Gewinnern und unsere eigenen armseligen Bilder hier in den Slideshows zusammengestellt.

Bis zum nächsten Jahr, ihr wisst ja, keepondancin!

Alle Bilder der deutschen Teilnehmer von offiziellen Fotografen:

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Jury, Winners, Special Moments