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Keepondancin meets Voguing-Ikonen

Georgina aka Leo Melody hat es möglich gemacht: Ein Vogue Ball in Berlin! So schillernd sind Urban-Dance-Events selten, genauso wie die Gäste. Zum ersten Ball im Sommer 2012 nahmen King aus Ultra Omni und kein geringer als the Grandfather of the legendary House of Xtravaganza, Hector, die Einladung als Juroren an.

Wir haben die Chance genutzt, die beiden über ihre Entwicklung als Voguetänzer und die Szene auszufragen – und das Rohmaterial dann in der Schublade verschwinden lassen. WHAT A SHAME. Throw shade on us. Jetzt haben wir die Technik endlich bezwungen und tadaaa, hier ist pünktlich zum Tit Bit Ball morgen in Berlin UNSER ERSTES KEEPONDANCIN VIDEO INTERVIEW!!!!!

Watch it, like it, share this bitch!

Hector

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Five Elements Ball | Berlin Voguing Out 2013

Es war einfach zu schillernd und es lag zu viel Liebe fürs Voguen/fürs Tanzen in der Luft, um euch die Videos nicht noch einmal in geballter Ladung zu zeigen!! Am 17.08. fand im Aufbau Theater Kreuzberg der Five Elements Ball mit Archie Burnett als Special Guest und Judge statt. Was für eine Show! Der Trailer ist jetzt fertig und gibt euch perfekten einen Eindruck vom Event und ihr werdet schön bereuen, dass ihr nicht da wart.

Georgina organisierte zum zweiten Mal mit ihrem Projekt Berlin Voguing Out einen Vogue Ball in Berlin und es war wieder einmal wunderschön und extrafierce. Dieser Ball ist nicht nur eine Bereicherung für die Tanzszene, sondern für ganz Berlin. Werrrrk it, Berlin! See you 2014 and until then keep on vogueing!

Recap Five Elements Ball 2013:

Teaser Five Elements Ball:

Final Vogue New Style (Water):

Semi Final Vogue Femme (Fire):

Final Runway (Air):

Judge Demo Archie Burnett:

Fotos von Gero Breloer

Fotos von homardpayette

„Walk For Me“ – Berlins erster Vogue Ball

Wo fängt man jetzt an bei einem Event, dass so bunt, voll und neu war… Vielleicht damit: Ihr habt was verpasst!

Der erste Berlin Vogue Ball war 100% Entertainment. Vorm L.U.X. in Kreuzberg war so großer Andrang, dass die Schlange fast bis zur nächsten Straßenecke reichte und irgendwann ein Einlassstopp verhängt werden musste. Die Show fing deshalb erst spät an. Was wir dann aber geboten bekamen, hat Berlin so noch nicht gesehen: Rüschen, Tüll, Glitzer, Latex, Farben, Schmuck, Strass und ganz viel Attitude auf der Bühne. Keepondancin hat dieses Mal sogar mitgemacht!

Die Jury war hochkarätig und sehr authentisch. Organisatorin und Vorzeige-Voguerin Georgina hatte es geschafft, Tänzer aus der New Yorker Ballroom-Szene nach Berlin zu holen. Neben King Aus Ultra Omni war „the legendary Grandfather of the House of Xtravaganza“ Hector Xtravaganza Teil der Jury. Hector ist ein Voguer der ersten Stunde und performte schon in den Siebzigern bei Balls. Weitere drei Judges aus der Berliner Fashion- und Liefstyleszene haben die Expertenjury komplett gemacht.

Ein Vogue Ball ist ein Wettbewerb, bei dem man sich in den fantasievollsten Kategorien entgegentritt. Beim Berlin Vogue Ball konnten die Teilnehmer bei Runway „Best Dressed“, „Las Vegas Show Girl“ oder „Sex Siren/Butch Queen“ mitlaufen und bei Performance All Styles gegeneinander tanzen. Abgeräumt haben vor allem die Mitglieder des House of Melody, das Georgina vor wenigen Monaten in Düsseldorf gegründet hat.

Zena (Gazelle Melody) konnte die Catwalk-Kategorie „Sex Siren“ für sich entscheiden und hat in einem aufregenden, dreifachen Battle-Marathon gegen Anna Ninja auch in der Performance-Kategorie gewonnen. Anna Ninja aus Schweden war dabei eindeutig Favoritin, da sie als erste Europäerin im Legendary House of Ninja aufgenommen wurde und viel in New York trainiert. Dafür konnte die Schwedin den Pokal für „Las Vegas Show Girl“ einsacken. In der Kategorie „Best Dressed“ liefen die meisten Teilnehmer und auch da konnte sich das House of Melody durchsetzen. Marie (Zoe Melody) hat mit viel Grazie und Haarpracht überzeugt. Keepondancin hat es bei „Best Dressed“ in die zweite Runde geschafft, aber dann gegen die erfahrenere Voguerin Maike aus Hamburg knapp verloren… aber nur knapp!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zwischendrin und danach gab es außerdem Shows im Überfluss. Das House of Mongo, Funkymoto, das Pariser House of Tati, House of Lazer aus Hamburg und die Melodys haben mehr oder weniger aufwendige und aufregende Choreografien getanzt und damit den Abend voller neuer Eindrücke beendet.

Deutschland braucht auf jeden Fall mehr davon und mehr Platz beim nächsten Mal, denn ihr müsst unbedingt hinkommen.

Ein überdimensionales Lob geht by the way an Georgina und Songül, die als Berlin Vogue Out viel Herzblut und Energie in das Event und die Workshops und Diskussionen gesteckt haben. Es hat sich gelohnt! Wir sind im Vogue-Fieber und glücklich, dass Georgina mit dem Gedanken spielt, „vielleicht schon einen Winterball im Februar zu veranstalten“.

So Voguers out there, keepondancin!

PS: NOCH HEFTIGERE BILDER HAT NUR HOMARD PAYETTE! Checkt dafür sein Album Berlin Vogue Out! Und wer Videos vom Catwalk sehen will, sollte unser Facebookprofil besuchen!!

Passion for Voguing

Tänzer aus der Vogueing-Doku „Paris is burning“

Vogueing ist on top. Immer mehr Events binden diesen Tanzstil ein. Es gibt einige Vogueing Battles und immer mehr Shows, für die speziell Vogueingtänzer gebucht werden. Die Wiedergeburt einer Tanzrichtung? Während Breakdance, Popping und Locking immer weitergelebt wurden, war Vogueing Ende der 90er ein bisschen aus dem Rampenlicht verschwunden.

Vogueing ist in den 1960ern in der afroamerikanischen Gayszene von Harlem entstanden und war damit erstmal nur für eine kleine Zielgruppe zugänglich. Bei Balls versuchten die Teilnehmer, sich gegenseitig an Schönheit und Grazie zu überbieten, indem sie die Models aus dem Hochglanzmagazin ‚Vogue‘ imitierten. Bald haben sich mehr Leute für diesen Lifestyle interessiert und aus dem reinen Schaulaufen wurde ein Tanzstil, wie Willi Ninja (einer der größten New Yorker Vogueing-Ikonen) hier genauer erklärt.

In den Achtzigern kam man an Vogueing nicht mehr vorbei. Sie tanzten in Musikvideos und spätestens ab Madonnas Erfolg „Vogue“ von 1990 kannte es dann jeder Hinterwäldler. Egal, warum die Szene dann wieder mehr im Untergrund verschwand, jetzt ist Vogueing wieder da und selbst in Deutschland wird Vogueing immer professioneller. Der erste große Ball steht in Berlin in den Startlöchern und Organisatorin und deutsche Vogueing-Pionierin Georgina Philp (hier unser Portrait von ihr) hat international eingeladen. U.a. haben Anna Ninja aus Russland und Hector Xtravaganza aus New York zugesagt. Vom 10. bis 12.08. ist dann Berlin die Hauptstadt des Vogueing. Alle Infos zu Berlin Vogue Out und speziell zum Ball findet ihr bei Facebook, wenn ihr die Stichworte anklickt.

Aber wie gesagt, Deutschlands Szene kann sich auch sehen lassen. Wir stellen euch hier drei erfolgreiche Vogueingtänzer vor und checken, wer sie eigentlich sind und was sie über die Szene hier zu sagen haben.


Maike Mohr, 24, Hamburg, Tänzerin/Choreographin/Trainerin Wie kamst du zum Vogueing? Am Anfang wusste ich noch nicht viel über Vogueing. Ich habe auch erst mit Waacking angefangen und dann aus Neugierde irgendwann mal bei einem Vogueing Workshop in Paris bei Archie Burnett mitgemacht. Richtig motiviert wurde ich, Vogueing zu trainieren und mehr darüber zu erfahren, nachdem ich spontan bei einem Battle mitgemacht hatte. Danach habe ich dann viel mit anderen Voguern trainiert und habe so viele Workshops mitgenommen, wie ich konnte.

Was fasziniert dich daran? Ich habe schon immer starken Ausdruck in Tänzen geliebt. Früher habe ich z.B. auch lange Krumping gemacht. Ich mag es gerne, eine Rolle einzunehmen! An Vogueing fasziniert mich aber auch der Fashionaspekt. Für mich ist das auch ein Ausdrucksmittel, auch im Alltag. Ich habe früher auch viel fotographiert und auch viele Selbstportraits gemacht. Dadurch habe ich mich schon eine ganze Weile mit Posing beschäftigt. Beim Vogueing konnte ich das gut mit einfließen lassen.

Wie würdest du die Szene in Deutschland beschreiben? Die Vogueing Szene in Deutschland ist noch klein, aber ich habe das Gefühl, sie wächst!

Was wünscht du dir für die Vogueing-Szene in Deutschland? Ich wünsche mir, dass es nochmehr Möglichkeiten gibt, sich auszutauschen und voneinander zu lernen! Ich freu mich auch, wenn die Szene wächst, noch bunter wird und Vogueing vielleicht auch den Nichttänzern ein Begriff ist. Und ich mag es, wenn Tänzer aus anderen Stilen mit Vogueing anfangen und ihre Einflüsse mit reinbringen, einfach noch mehr Offenheit!


Ich bin Husam, 21 Jahre alt, und tanze seit über 6 Jahren.

1. Wie kamst du zum Vogueing?

Nachdem mir jemand mal eine Waacking-Choreo gezeigt hat, hab ich mir den Tanzstil noch einmal genauer bei Youtube angeschaut und kam schnell aufs Vogueing, da die Stile gern mal verglichen werden!

2. Was fasziniert dich daran?

Am meisten fasziniert mich die Ausdrucksstärke des Stils und alles, was zum Tanzstil gehört – die Charaktere, die Outfits, die Musik und natürlich auch die Geschichte dazu!

3. Wie würdest du die Szene in Deutschland beschreiben?

Viiiel zu klein!

4. Was wünscht du dir für die Vogueing-Szene in Deutschland?

Dass sie ganz schnell wächst und sich fest in die Tanzszene Deutschlands etabliert.
Der Berlin Vogue Ball ist ein großer Schritt in die richtige Richtung!


Hi, mein Name ist Barbora Brieskova, aber alle nennen mich Borka. Ich komme aus der Slovakei und bin 27 Jahre alt. Ich habe Tanz am Dance Conservatory in der Slovakei studiert, bin also professionelle Tänzerin und es bedeutet mir soo viel. Ich bin mir sicher, ihr wisst, was ich meine.

Ich hab Folklore, klassisches Ballett, Modern und Contemporary getanzt. Aber weil meine große Liebe Hip Hop ist, hab ich meine Company verlassen und bin nach NRW (Düsseldorf) gegangen, wo ich mit Takao Baba zusammengearbeitet habe.

1. Wie kamst du zum Vogueing?

Ich habe viel über Vogue gehört und auch viele Videos gesehen. Ich dachte immer nur: „Wow, ich liebe diese Energie, Grazie und Reinheit der Bewegungen, die Attitude und das Gefühl, das die Leute zu haben schienen während sie gevoguet haben. Es hat mich mehr und mehr interessiert und beim Funkin Stylez habe ich dann meinen ersten Workshop bei Archie Burnett belegt. Was soll ich sagen? Es war Liebe auf den ersten Blick!

2. Was fasziniert dich daran (am meisten)?

Ich habe einfach das Gefühl geliebt nach dem Workshop und konnte nicht mehr aufhören. Also trainiere ich neben Hip Hop, House etc ganz viel Vogue – dank Georgina mit unserem eigenen House, House of Melody, mit weiteren fünf Mitgliedern.

3. Wie würdest du die Szene in Deutschland beschreiben?

Ich bin sehr glücklich, dass die Vogueing-Szene in Deutschland langsam größer und größer wird. Langsam zwar, aber es wird! 😉

4. Was wünscht du dir für die Vogueing-Szene in Deu?

Ich wünsche mir, dass alle von uns Voguern in Deutschland weiter unser Ding durchziehen und damit Vogueing mehr und mehr an die Oberfläche birngen, sichtbar machen….. because it’s soooo beautiful!
So this is me..
Borka
God bless

Keepondancin, damit Vogue in Deutschland groß wird!!!