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Darf ich vorstellen?….L-Cubano

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Photo by Jan Eric Euler

Wie versprochen haben wir uns letzte Woche mit dem jungen Berliner L-Cubano getroffen und ein wenig über seine musikalische und tänzerische Karriere gesprochen.

L-Cubano tanzt seit Jahren erfolgreich mit der Crew Fanatix. Sein tänzerischer Schwerpunkt liegt bei Hip Hop, aber er kann natürlich  andere Urban Dance Richtungen und sehr erfolgreich auch Experimental (Winner Funkin Stlyez 2011) repräsentieren. Was vielleicht aus ihm geworden wäre, und wer seine Vorbilder sind, erfahrt ihr hier.

Zieht es euch selbst rein und supportet diesen Jungen.

Stell dich erst mal vor für die Leute, die dich vielleicht noch nicht kennen?

Ich heiße Yeisenel Acosta Medina besser bekannt als L-Cubano bin 24 Jahre alt, und wie mein Name schon sagt, komme ich aus Kuba und lebe schon seit 15 Jahren in Berlin. Ich bin hauptsächlich Tänzer, Musiker und Künstler.

Wie bist du  zum Tanzen gekommen?

Meine ersten Schritte als Tänzer habe ich als Bboy gemacht in der Zille. Zu der Zeit habe ich mit den Jungs von B-Town Allstars getanzt. In meinem Herzen schlägt auf jeden Fall noch ein kleiner Bboy, aber ich würde mich heute nicht mehr als solchen bezeichnen. Doch wenn sich irgendwo mal eine Cypher ergibt, pack ich auch noch ganz gerne meine alten Moves aus.

Kannst du dich noch ein dein erstes Battle erinnern?

Das ist schwierig zu sagen. Ich erinnere mich noch an die ersten großen Dinger, die ich extrem gefeiert habe. Das war Funkin Stylez 2007 in Düsseldorf, wo ich mich in der Preselection durchsetzen konnte, um in die Battles zu kommen. An dem Tag waren sicherlich über 100 Tänzer da, die auch noch alle in die Battles wollten.

Dann hatten ich noch einen Höhepunkt 2009 mit meinem Partner Mix (Fanatix) beim Juste Debout  in Düsseldorf, dass wir gewonnen hatten. Wir hatten sehr hart trainiert und uns nicht großartig Gedanken darüber gemacht. Wir wussten nur, dass bei dem Battle die krassesten Tänzer dabei sind. An dem Wochenende waren wir gut unterwegs und hatten schon zwei andere Crew Battles gewonnen.

Von da an haben wir natürlich Blut geleckt und jedes Battle mitgenommen, was ging egal ob Crew Battle, eins gegen eins oder zwei gegen zwei.

Ist dir vielleicht noch ein ganz besonderes Battle in Gedanken geblieben?

Funkin Stylesz 2010 war für mich persönlich ein ganz wichtiges Battle. Da hab ich mir Dedson (Wanted Posse, Paris) ausgewählt und ihn besiegt. Das war auf jeden Fall ein Erfolg für mich. Die Leute haben mich danach auch noch in Frankreich angesprochen und auch erkannt.

Im selben Jahr war Kanon (Ghetto Stylez, Paris) hier in Berlin und zu der Zeit hatte er sämtliche Battles gewonnen. Also war die Herausforderung sehr groß. Aber auch gegen ihn konnte ich mich durchsetzen und die Jury überzeugen.

Was war dein schlimmster Tiefpunkt als Tänzer und was waren deine größten Erfolge?

Die schlimmsten Momente sind einfach nur diese, wenn man zu faul ist zum trainieren und sich nicht motivieren kann. Das hatte ich öfter, dass Tanzen mich demotiviert hat, als ob ich das Auge des Tiegers verloren hätte. Battles und die Musik haben mich manchmal einfach nur gelangweilt.

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Neben dem Tanzen machst du ja auch Musik. Wie bist du eigentlich dazu gekommen? Wie waren deine Anfänge als Musiker?

Das war vor ca. 8 Jahren durch einen Kumpel, den ich aus der spanisch katholischen Kirche kannte. Er hatte zu dem Zeitpunkt schon ein paar Jahre Musik gemacht. Eines Tages haben wir bei meinem Kumpel zu Hause gechillt, der hatte ein ganz einfaches Programm, um ein bisschen Mucke aufzunehmen. Also meinte er: „Lass und doch einfach mal ein bisschen texten auf Spanisch„. So kam es letztendlich dazu, dass wir zusammen Musik gemacht haben.

Die Crew, „Taly Crew“, bestand dann aus vier Mitgliedern: ein Kolumbianer, Peruaner, Angolaner und ich als Kubaner. Wir hatten am Anfang guten Kontakt zu Culcha Candela, die uns ein bisschen supportet haben. Es kam auch mal vor, dass wir die „Mini Culcha Candelas“ genannt wurden, da wir ähnliche Musik gemacht.

Mit meiner Crew hatte ich die Gelegenheit in Berlin und in Leipzig auch aufzutreten als Vorgruppe von Don Omar oder Aventura. Das war eine coole Zeit. Irgendwann habe ich dann angefangen, auf Deutsch zu schreiben, weil ich wollte, dass die Leute uns verstehen. Ich wollte nicht nur Musik machen für Latinos. Aber leider haben sich die Jungs quergestellt und ab diesem Zeitpunkt hatte ich einfach kein Potenzial mehr gesehen. Also konzentrierte ich mich wieder mehr auf das Tanzen.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Meine Musik spiegelt in erste Linie meine Wurzeln und meine Kultur wider. Ich komme aus Kuba und da sind die Menschen etwas lebhafter als hier in Deutschland. Ich mache tanzbare gute-Laune-Musik, zu der sich jeder bewegen kann, dafür musst du kein Tänzer sein. Die Richtung, in die ich gerne gehen möchte, sind Künstler wie Sean Paul, Pitbull oder Seeed. Ich will auf die internationale Schiene. Ich feier Seeed und Pitbull, die machen geile Musik und haben immer eine hammer Performance. Das sind so meine Vorbilder, aber ich probiere auch sehr viel aus.

Was sind außerdem deine musikalischen Vorbilder? Unabhängig davon von der Musik die du gerade machst?

Ich feier Orishas, Buena Vista Social Club, Gloria Estefan, Celia Cruz. dann natürlich Pitbull und Michael Jackson. Sonst kann ich mit den neuen Sachen nicht so viel anfangen.

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Wie ist die Zusammenarbeit mit HDF (Halt die Fresse) entstanden ?

Ich kenne die Jungs von Aggro schon seit Jahren durch Nikeata, die auch sehr bekannt in der Szene ist. Ich habe in den Videos von Sido und Tony D. getanzt und war mit den Jungs schon bei „ The Dome“. Sie kannten mich nur als Tänzer.

Eines Tages habe ich Specter, der immer alles koordiniert hat, um Videomaterial für mich gebeteb und ihn auch gleich gefragt, an wen ich mich wenden muss, wenn ich ein HDF Video haben will. Das Erste, was er sagte: „Wie? du machst Mucke?“ Ja dann bist du bei mir genau richtig.

Ich fragte Specter:  „Wie läuft das Ganze denn ab, muss ich mich irgendwie bewerben“?

Darauf meinte er: „Du nimmst den Track auf, schickst ihn mir rüber und wir überlegen dann gemeinsam, wo wir das Ding drehen und wie wir es umsetzen können.“

Im Anschluss an unser Telefonat, habe ich direkt meinen Produzenten und Beatmaker DJ Rych bescheid gegeben, dass wir sofort einen Track aufnehmen müssen für HDF. Ich wollte das Ding so schnell wie möglich machen. Ich war mit der ersten Version nicht so ganz zufrieden, weil es so typisch HDF Style war. Also habe ich den Song nochmal aufgenommen mit einer Tänzermessage. Die ersten Male hat er sich nicht gemeldet und ich musste ihm hinterhertelefonieren. Aber das war mir zu blöd, ich wollte niemanden hinterher laufen.

Irgendwann hab ich ihn im Club getroffen und er ist dann auch gleich zu mir gekommen. Er hat sich erst mal entschuldigt, aber versprochen, dass wir das HDF Video auf jeden Fall drehen werden. An dem Abend bat er mich wieder um einen Videodreh, in dem ich tanzen sollte. Mein Deal war dafür, dass ich natürlich mein HDF Video bekomme – eine Hand wäscht die andere sozusagen. Zwei bis drei Wochen später bekam ich dann endlich mein HDF Video. Ich habe in der Zwischenzeit noch einen Track geschrieben, aber der hatte nicht ansatzweise so viel Power wie „Tänzerherz“.

Du bist sicherlich der erste tanzende Rapper auf HDF. Wie war das für dich?

Ich denke, ich habe ein Zeichen gesetzt für andere Rapper. In den nächsten Videos sieht man bestimmt ein paar Krumper oder B-boys. Ich meine, das gehört auch zum Hip Hop. Ich bin übertrieben zufrieden mit dem HDF Video. Die Feedbacks waren positiv und das ist für mich das Größte.

Deine aktuelle Single heißt „Tänzerherz“?  Erzähl uns mal ein wenig von der Single?

DJ Rych hat den Beat dazu gemacht. Er ist eigentlich Pole, aber ich vertraue ihm auch in puncto lateinamerikanischer Musik und mit den Sachen, die ich selber feier. Er ist mittlerweile halber Kubaner(lacht). Ich wollte etwas Aussagekräftiges machen, was aber keine tiefgründige Message hat.

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Schreibst du deine Texte selbst? Und wie lässt du dich inspirieren?

Ich schreibe meine Texte alle selbst. Es ist schwer, sich auf Spanisch zu inspirieren, weil ich es nicht tagtäglich spreche, aber es flowt einfach besser, da die Sprache einfacher ist. Auf Deutsch habe ich persönlich sehr große Fortschritte gemacht, da ich in letzter Zeit viel auf Deutsch geschrieben habe. Das Feedback bei HDF war auch sehr gut. Die Leute haben die Mischung deutsch-spanisch sehr gefeiert.

Wer ist eigentlich PMB?

PMB ist mehr eine Crew, wo jeder sein Aufgabenfeld hat. DJ Rych macht die Beats und produziert. RZA macht alles, was mit Aufnahmen zu tun hat und schneidet die Videos zum Schluss. Dann haben wir noch den Sänger Young T.H, der mit im Boot sitzt und Texte auf Französisch und Deutsch schreibt.

Du hast schon ein paar Videos auf Youtube wie z.b „My Way“, „She Wanna“ oder „Muevete“. Wie finanzierst du das Ganze?

Wir teilen uns das Ganze mit allen, die daran beteiligt sind. Es wird vorher genau kalkuliert, dann zahlen wir es aus eigener Tasche.

Hast du in Zukunft Live-Auftritte geplant und ist ein Album geplant? 

Mein erster Live-Auftritt ist am 5. April in der Universal Music Hall in Moabit. An dem Abend wird es eine Party geben und ich werde der Hauptact sein mit zwei Tänzern aus meiner Crew Fanatix und sechs Songs, die ich performen werde. Tickets wird es dann ab März im Vorverkauf geben.

Ich arbeite seit letztem Jahr an meinen Album „Evolución“. Ich hoffe, dass es dieses Jahr im April oder Mai erscheint. Auf dem Album sind 12 Songs vertreten und ein wenig  Bonusmaterial.

Hast du das Tanzen jetzt komplett an den Nagel gehangen?

Ich mache immer noch Shows, verdiene in erste Linie mein Geld mit tanzen und trainiere viel für mich selbst. Gebattlet wird dieses Jahr nicht wirklich, weil ich zeitlich sehr eingeschränkt bin. Ich probe auch gerade wieder mit meiner Crew Fanatix, wir haben neue Crewmitglieder und die Leute können sich auf etwas gefasst machen. Wer Fanatix kennt, weiß, dass wir immer für eine Überraschung zu haben sind.

Ich werde dieses Jahr viel mit den Fanatix machen. Ich arbeite an Videos und an Features für meine musikalische Karriere. Und mein Traum wäre natürlich wenn ich etwas in meiner Heimat machen könnte. Ich versuche gerade durch das Goethe Institut Musikprojekte aufzubauen zwischen Kuba und Berlin.

Was würdest du tun wenn du nicht tanzen oder Musik machen würdest?

Das ist schwierig zu sagen. Ich war nie wirklich gut in der Schule, aber das darf ich meinen Sohn nicht erzählen (lacht). Ich denke Management für Tänzer wäre cool. Ansonsten wollte ich immer was mit Sprachen machen, so etwas wie Fremdsprachenkorrespondent. Aber ich hab mich schon entschieden, es gibt keinen Plan B. Ich lebe das Motto „entweder ganz oder gar nicht“.

Wir sind froh über diese Entscheidung, und werden den jungen Tänzer und Musiker weiterhin verfolgen. Es war mal wieder ein gelungenes Treffen mit einem sehr talentierten Künstler und Freund. Vielen Dank an L-Cubano, der sich die Zeit genommen hat…..bis dahin keep on dancin!!

Wir haben euch noch den Song “ My Way“ , „Muevete“ und natürlich „She Wanna“ hochgeladen für die, die es noch nicht gesehen haben.

The New „RIZE“ – BuckUnit übernimmt die deutsche Krumpszene

Dieses Video der BuckUnit Crew ist auf jeden Fall mehr als sehenswert. Die jungen Berliner haben sich richtig ins Zeug gelegt für diesen unglaublichen guten Trailer, der den Titel trägt „The New Rize“.

Das Video ist sehr vielversprechend und verleiht eine pure Anspannung bis zum Schluss. Nicht nur die Krumper selbst, überzeugen im Trailer, sondern auch die gesamte Kamera Crew. Ein ganzes großes Lob aus unserer Redaktion.

Ich glaube nach diesem Trailer ist es ganz klar, dass die Berliner Krump Szene nicht ausgestorben ist. Wir feiern das Video bis dahin keep on krumpin.

L-Cubano mit neuer Single „My Way“

Nicht nur als Tänzer hat der gebürtige Kubaner Talent, sondern auch als Rapper. Nach seiner eigenen Aussage kam die Liebe zur Musik zuerst. Für seine Single „My Way“ die seit heute online ist, hat L-cubano sich natürlich tatkräftige Unterstützung von seinen Jungs aus der Berline Tanz Szene geholt. Mit am Start sind B-Boy Gabriel, Osman Baba Zula, Arman Baba Zula FX, Young T.H. und Rubberlegz. Wir feiern den Song und hoffen ihr feiert mit uns. Guter Sound aus der Muddastadt in dem Sinne alles Gute auf seinem Weg bis dahin keep on dancin!!!

 

DJ Talk – Über die Passion an den Decks mit DJ Fresh

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DJ – Fresh

Keepondancin findet auch außerhalb der Tanzfläche interessante Persönlichkeiten der Szene, die nicht fehlen dürfen.  DJs gehören definitiv dazu und deshalb sprechen wir mit ihnen über ihren Job, die Liebe zur Musik und was es bedeutet, Battle DJ zu sein.

Den ersten Schritt macht Atilla a.k.a DJ Fresh aus Berlin, der schon seit Jahren ein fester Bestandteil der Szene ist. Lest selbst, was dabei rausgekommen ist.

1. Wie bist du zum DJing gekommen?

Winter 2008. Es war im Bett. (haha.) Eines Morgens habe ich im Halbschlaf den Vorabend Revue passieren lassen. Ich war erneut enttäuscht von der Musik, die ich im Club gehört habe und bin deshalb früher nach Hause gegangen. Es hatte mir keinen Spaß gemacht. Dann hatte ich eine Idee: Ich wollte meine eigene Veranstaltung planen und meine eigene Musik spielen, die Musik, die in Berlin verloren gegangen war. Meine Veranstaltung nannte ich dann später 3Aces.

Zur gleichen Zeit war ich als Juror und Zuschauer auf vielen Battles in Berlin unterwegs. Mir fiel auf, dass das Musik-Repertoire der DJs begrenzt war. Außerdem verstanden sie den Ablauf eines Battles nicht, so dass es zu unfairen Situationen kam. DJs, die normalerweise in Clubs auflegten, kannten den Unterschied zwischen den einzelnen Tanzstilen nicht. Jeder Tanzstil hat ja seine eigene Musik. Ich sah auch in dem Bereich in Berlin eine Nische, die gefüllt werden musste. Auflegen habe ich also zeitgleich für Clubs und Battles trainiert.

Als ich in den 90ern gerappt habe, nannte ich mich „Fresh“. „Fresh“ war auch mein Tänzername. Für mich war es dann nur logisch, mich „DJ Fresh“ zu nennen.

2. Was braucht man, um Battle DJ zu werden? Was ist das Besondere an deinem Job? Was ist für dich persönlich das Schwierigste?

Meiner Meinung nach sind die besten Battle-DJs Tänzer. Sie können während der Battles den Körper eines Tänzers lesen und wissen, wann sie die Musik „ausfaden“ können, ohne dass der Tänzer unterbrochen wird. Sie kennen den Ablauf, aber noch viel wichtiger, sie kennen die Musik. Man darf nicht vergessen, welche Macht DJs haben. Sie beeinflussen mit ihrer Musik die Szene. Daher spielen z.B. experimentelle Beats mittlerweile eine wichtige Rolle in der Kategorie Hip Hop. Diese Entwicklung hat man vor allem den DJs zu verdanken, die die Tänzer mit Hilfe ihrer Musik auf das nächste Level pushen.

Das Besondere an meinem Job ist einerseits der Spaß und andererseits die Wirkung. Da es mir so viel Spaß macht, Menschen zum Tanzen bringen, bin ich auch mit ganzem Herzen DJ. Das Feedback, das ich bekomme, beweist mir immer wieder, dass es die richtige Entscheidung war, mich in diese Richtung weiterzuentwickeln.

Etwas Schwieriges fällt mir nicht ein. Ich würde Folgendes eher als Herausforderung bezeichnen: die Suche nach dem nächsten „guten“ Beat oder Song. Es ist immer wieder sehr spannend zu sehen, wie der Tänzer oder das Publikum auf neue Musik reagieren.

3. Für welche Battle-Kategorie legst du am liebsten auf?

Hip Hop, da ich selbst Hip Hop-Tänzer bin. Ich fühle die Musik 100%.

4. An welches Event/Battle erinnerst du dich besonders? Warum?

Funkin Stylez 2009 in Berlin. Ich habe vor der ganzen urbanen Tänzergemeinde Berlins mein Debüt als Battle-DJ gemacht. In den Jahren zuvor saß ich in der Jury. 2009 stand ich dann hinter dem DJ-Pult. Am selben  Abend habe ich auch eine Show mit meiner Crew Artful Motion gezeigt.

Ich werde es nie vergessen, weil ich zum ersten Mal als alleiniger DJ für alle Kategorien die Musik gespielt habe. Das Feedback war überwältigend.

5. Du bist/warst ja auch Tänzer. Welche Styles hast du getanzt/tanzt du?

Als ich die urbane Tanzszene kennenlernte, habe ich alle Stile ausprobiert. Ernsthaft trainiert habe ich vor allem Hip Hop, Popping und House. Mittlerweile tanze und unterrichte ich Hip Hop, weil ich mich da besonders frei fühle. Für mich sind die einzelnen Stile verschiedene Dialekte einer Sprache, diese Sprache ist Teil der Hip Hop-Kultur.

6. Hast du deshalb einen Vorteil gegenüber einem nicht tanzenden DJ?

Der größte Vorteil liegt darin, dass ich die Perspektive eines Tänzers übernehmen kann, d.h. ich kann mich in die Situation eines Tänzers hineinversetzen.

7. Merkst du musikalisch einen Unterschied bei Battles, wenn du 5 oder 10 Jahre zurückdenkst? Was hat sich verändert?

In den letzten 10 Jahren hat sich vor allem die Battle-Kultur sehr verändert, weil es vorher größtenteils nur B-Boy-Battles gab. Jetzt können sich Tänzer aller Stile messen.

Musikalisch gesehen werden die Klassiker nie ganz vergessen, aber es ist trotzdem wichtig, immer fresh zu sein, immer wieder etwas Neues zu spielen. Instrumentals, experimentelle Beats und jede Art von Musik, die z.B. in Kategorien wie „Me against the Music“ gespielt werden, wurden in die Battles mit aufgenommen.

8. Welcher ist aktuell dein Lieblingsbeat/-song?

Mein aktueller Lieblingsbeat ist mit „Dope Track“ in meiner Musik-Bibliothek betitelt 😉

9. Welcher ist dein all-time-favorite Song/Beat?

Ich habe viele all-time-favorite Songs, aber einer, der mir spontan einfällt, ist „Put your hands where my eyes can see“ von Busta Rhymes.

Danke „Fresh“ für die Einblicke in dein DJ-Leben. Keepondancin and spinnin!!!!

Tanzvideo-Overload

Bescherung!!!!!! Als hätten sie sich gestern abgesprochen: So kurz vor Weihnachten beschenkt uns die Urban Dance Szene und ihre Tänzer mit richtig vielen guten Videos. Wir sagen MERRY DANCING CHRISTMAS und haben euch die frisch gepressten Videos zusammengestellt:

„About the M.I.K. FAM/ Prince Ofori-Berlin Dance Clip“

In dem wohl kleinsten Streetwear Store Berlins zeigt Tänzer Prince mit Hilfe seiner Jungs von M.I.K., Kingsley, Isaac und Richie, was Hip Hop Tanz und Battles sind. Der Film wurde unter der Leitung von Gero Breloer im Rahmen eines HDSLR Film-Workshops in Berlin gedreht.

„Sparkle Box – Robotic Movements“

Robotic Moves und ein nices Lichtspiel gibt’s im zweiten Video zu bestaunen. Poppin Junior aus Berlin hat ein neues Reel am Start und weil man nur seine Silhouette sehen kann, liegt die Konzentration auf den Moves. Gute Idee, die er zusammen mit Patricia Magno entwickelt hat. Weitere Robot-Videos sind geplant, hat Poppin Junior uns verraten. You better watch out!

Urban Champs Final || Recap || MBMFilms“

Das Warten hat sich gelohnt. Alle, die beim Urban Champs Final Anfang November in Düsseldorf nicht dabei sein konnten, können sich jetzt das Recap ansehen. Urban Champs hat dieses Jahr zum ersten Mal eine Battle-Tour organisiert und war im Vorfeld in Berlin, Frankfurt und Rotterdam, um die Local Heroes zu finden. Wir waren in Berlin dabei und freuen uns auf Urban Champs 2013!!!!

„Photographer Jan Eric Euler – Wet Plate Collodion – Dancers – Making Of“

Jan Eric Euler tanzt nicht nur selbst, sondern fotografiert auch. Was liegt dann näher als seine Berliner Tänzerkollegen zu fotografieren – und das mit einer aufwendigen analogen Technik. Es hat sich gelohnt, das Ergebnis ist mehr als ansehnlich geworden. Zu der Aktion hat er ein Video gemacht, das mindestens genauso sehenswert ist.

Den Vimeo-Link können wir nicht einbauen, aber klickt hier, dann werdet ihr direkt hingeleitet 🙂

Shooting von Jan Eric Euler

Also keepondancin, everybody!!!

FUNKIN STYLEZ 2012 – Weltklasse in Berlin

Von außen sieht es aus wie ein Zirkuszelt, von innen wie ein hypermodernes Amphitheater: Das Tempodrom in Berlin hat das tanzhaus nrw als Location für die WORLD FINALS of FUNKIN STYLEZ 2012 abgelöst.

(c) snipesshop.de

Tempodrom Berlin (c)snipesshop.de

Eigentlich die perfekte Ausgangslage: Eine runde Halle mit einem genauso runden Battleground in der Mitte ermöglichte jedem Zuschauer eine gute Sicht. Bis zu 3.500 Sitzplätze gibt es in der Arena, die Spitze des Dachs ist 30 Meter hoch. Das Tempodrom kann also gar nicht so schnell aus allen Nähten platzen wie das tanzhaus nrw und auch Zuschauer müssen erstmal nicht abgewiesen werden, weil die Tickets schon längst ausverkauft sind.

Leicht haben es sich die Veranstalter mit der Entscheidung trotzdem nicht gemacht, das Finale in Berlin zu veranstalten, denn die Hauptstadt des Urban Dance in Deutschland ist definitiv Düsseldorf. Klar, im tanzhaus nrw waren alle näher dran an den Battles und das Family-Feeling war deshalb automatisch größer, aber hey: Ihr habt Funkin Stylez groß gemacht und in diesem Jahr mussten die Organisatoren deshalb das nächste Level erreichen.

Und es hat sich gelohnt!!! Die Location ist wie gemacht für große Tanzbattles, für das erste Mal lief organisatorisch alles ziemlich rund, die Jury bestand nur aus Urban Dance-Legenden und die Stimmung war auch top.

TAG 1 ONLY THE STRONG

Kleine Bühne (c)snipesshop.de

Kleine Bühne (c)snipesshop.de

Die Vorrunden wurden aufgeteilt. Die Kategorien House, Locking und Me against the Music fanden im kleinen Theater des Tempodroms statt, Hip Hop, Popping und Voguing in der großen Arena. Jetzt musste man sich nur noch entscheiden, welcher Kategorie man eher zugucken will. Nichts schwerer als das, aber die Entscheidung wurden einem später zum Glück wieder abgenommen: Ab dem Halbfinale wurden alle Kategorien in der Arena gebattlet.

Und was wir da zu sehen bekamen, war feinstes internationales Niveau. Aus Asien und allen Ecken Europas kamen die Sieger der Qualifikationsbattles. Die Franzosen haben wieder unglaublich viel Talent, Skills und Feeling bewiesen und in so gut wie allen Kategorien gewonnen. Aber checkt selbst, Videos sagen mehr als Worte!

Popping: Winner Nelson(Frankreich) vs. Stew(Norwegen)            → Video
Hip Hop: Winner Fabrice(Frankreich) vs. Ukay(NRW)                → Video
House:   Winner Malcom(Frankreich) vs. Alesya(Russland)          → Video
Locking: Winner Willow(Frankreich) vs. LissFunk(Frankreich)      → Video
MATM:    Winner Robozee(Hessen) vs. Various            → Video1  → Video2
Voguing: Winner Elena Ninja(Russland) vs. Natalia Mafia(Russland)→ Video 

HIER ALLE FOTOS VOM ERSTEN TAG + HERO KIDS + JUDGE DEMO AUF FACEBOOK!!!!

UND DIE DEUTSCHEN TEILNEHMER SO?

Die Teilnehmer aus Deutschland haben eine beeindruckende Leistung gezeigt. Um nur einige zu nennen: L-Cubano hätte fast seinen Sieg in Me against the Music verteidigt. Robozee hat das dann aber übernommen. In der Katgorie Hip Hop haben Ukay, Majid, The-K und Batalla so einige Gegner „ausgeschaltet“. Drei Mitglieder des House of Melody, Ayda aus Frankfurt und Hans haben sich fürs Voguing qualifiziert und P-Jay (House) und Sugar Rae (Locking) haben standesgemäß representet, sind aber vor dem Halbfinale ausgeschieden. Sugar Rae war eigentlich froh, dass er „ab jetzt entspannt die finalen Battles sehen kann“.

Salah vs. Boo Baba Zula Fx (c)keepondancin

Salah vs. Boo Baba Zula Fx (c)keepondancin

Aus Berliner Sicht gab es einen Tänzer, der uns besonders die Sprache verschlagen hat: Boo Baba Zula Fx wählte seinen Gegner fast schon zu cool per Flaschendrehen, trifft dadurch auf keinen geringeren als Salah (Popping-Übermensch aus Paris) und gewann auch noch. BOOM! Salah hat sich in der ersten Runde nicht besonders verausgabt, aber Boo war richtig gut drauf und hat das Publikum entertained. Die Judges konnten sich nicht entscheiden und wollten eine weitere Runde sehen. BOOM! Salah packte dann ordentlich einen drauf. (Ihr müsst euch diesen Sprung, oder was das da Unglaubliches war, ansehen!!) Boo hielt aber stand und legte eine saubere, freshe zweite Runde hin. Die Jury entschied sich einstimmig für den Berliner! BOOM! Boo postete auf seinem Facebook-Profil am nächsten Tag das Video: „Battle against one of my biggest inspirations SALAH…CRAZYYY“

TAG 2 WORLD TEAM BATTLE

Tag 2 war den Teams gewidmet. Die meisten Battles waren so spannend, dass man gar nicht sitzen bleiben konnte.

Das unerwartet ebenbürtige und spannende Battle Frankreich - Italien (c)snipesshop.de

Das unerwartet ebenbürtige und spannende Battle Frankreich – Italien (c)snipesshop.de

Die Favoriten fürs World Team Battle waren ziemlich klar: Frankreich, Korea und Prototype aus UK spielten wie zu erwarten weit vorne mit. Aber es gab auch einige Teams, die für Überraschungen sorgten. Team Russia hat die starken Japaner gleich im ersten Battle bezwungen und Team Déjà-vu aus Frankfurt battlete gegen die koreanischen Favoriten sogar ein zweite Runde – leider ohne Erfolg. Team Italy war mit krassen Routines und der sympathischsten Attitude bewaffnet und lieferte sich das wahrscheinlich spannendste Battle des Abends gegen Team France. Frankreich war zwar Favorit, aber die Italiener haben unglaubliche Moves und Energie ausgeteilt und leider trotzdem knapp verloren. Auch Swedish Family konnte mit viel positiven Vibes und Zusammenhalt bei den Battles punkten und schaffte es damit fast bis ans bittere Ende.

Im Finale des Finale standen sich dann aber Prototype aus UK und Team France gegenüber. Die Franzosen, u.a. bestehend aus Kefton, Willow, Malcom und Nelson, haben unweigerlich bewiesen, dass sie krasse Tänzer sind, aber Prototype waren ein eingespielteres Team und sie haben neben Skills vor allem heftigste Routines in die Battles eingebaut. Deshalb haben PROTOTYPE AUCH MEHR ALS VERDIENT DAS WORLD TEAM BATTLE GEWONNEN. (Auch wenn die Jury sich erst nicht entscheiden wollte und für eine Minute geschlossen die Bühne verlassen hat.)

HIER ALLE FOTOS VOM WORLD TEAM BATTLE UND DAS FINALE HERO KIDZ!!!!

DIE TEAM BATTLE WINNER „PROTOTYPE“

Prototype mit Brooke Milliner und Supermalcom haben’ne saubere Teamleistung hingelegt und es war unschwer zu erkennen, wie viel Arbeit sie in ihre Routines gesteckt haben, um als Crew zu glänzen. Keepondancin hat Supermalcom gratuliert und gefragt, wie die Vorbereitungen eigentlich so aussahen: „We’ve been training for about a month like three times a week.“ Und wer ist der Kopf des Ganzen? „I’m like the leader of the crew but everybody of us had about the same input in the routines.“ Die Arbeit hat sich gelohnt!!!  (THE WHOLE INTERVIEW WITH THE WINNERS IN ENGLISH HERE)

Sieger, Finalisten, Judges, Hosts und Orga-Team of Funkin Stylez 2012 (c)snipesshop.de

Sieger, Finalisten, Judges, Hosts und Orga-Team of Funkin Stylez 2012 (c)snipesshop.de

Am Samstag gab es übrigens noch eine Neuerung: das Hero Kidz All Style Battle. Ab jetzt können auch Tänzer unter 16 Jahren beim Funkin Stylez ihr Können beweisen. 2012 hat Nicky aus Dänemark das Hero Kidz Battle für sich entscheiden können. Congrats!

ALLES IN ALLEM

Alles in allem sind wir sehr glücklich, dass so ein inspirierendes Battle auf internationalem Niveau seinen Weg nach Berlin gefunden hat. „Inspirierend“ war auch das Wort, was in Gesprächen und bei Facebook von anwesenden Tänzern gefühlt am meisten als Bewertung gefallen ist. Gibt es ein besseres Kompliment an die Organisatoren?

Nur noch eins: Wenn ihr nächstes Jahr für günstigere Getränkepreise und mehr Essen sorgt, kann es nur noch voller, schöner und besser werden. Platz war noch genug für alle, die nicht kommen konnten. We ♥ Funkin Stylez und bis zum nächsten Mal: keepondancin!

Waacking erobert Berlin – hoffentlich

Waacking ist wieder auf dem Vormarsch. Nur bei uns ist davon noch nicht so viel zu spüren. Dabei sollte man einen so  dynamischen und extrovertierten Tanzstil nicht verpassen… Zum Glück gibt Annabelle da Fonte (Babybelle) aus der Schweiz am Samstag, den 10. November einen Workshop in der Flying Steps Academy in Kreuzberg. Eine perfekte Möglichkeit für Berlin, den Tanzstil kennenzulernen. Wir liefern euch jetzt schon ein paar Background-Infos zum Waacking und haben Annabelle interviewt.

Waacking entstand in den 70ern aus dem „Posing“  in der Gay Club Szene in Los Angeles. Der Tanz hat sich schnell von West bis zur East Coast nach New York verbreitet und in allen Clubs, in denen Disco und Funk Sounds gespielt wurden, konnten sich die Tänzer auf ihre Art ausdrücken. Inspiriert wurde Waacking von anderen Stilen wie Jazz oder Locking, der Fashion Szene und natürlich von der Musik von Donna Summer, den Jackson 5, Whitney Houston, Diana Ross usw. selbst.

Shaba-Doo aus LA: Pionier des Waacking und Locking

Pioniere des Waacking sind Shabba-Doo, Angel Ceja oder Ana Sanchez aus LA und Tyrone Proctor aus NY. Sie stachen heraus und wurden deshalb zu sogenannten ‚OGs‘ – zu Lehrern für die kommende Generation.

In den 90ern verlor Waacking seine Popularität. Ein Hauptgrund liegt in der Natur von Urban Dance Stilen: Sie werden an die nächste Generation weitergegeben. Es gab zu wenige erreichbare OGs und sonstige Informationsquellen, die das Erbe von Waacking weitergeben konnten und damit schrumpfte die Szene stark. Mittlerweile interessieren sich wieder mehr Tänzer für den Stil und die Szene wird wieder größer.

Annabelle da Fonte (photo: Federica Marchese)

Annabelle da Fonte ist eine der noch wenigen Waacking Tänzer in Europa. Sie hat uns erklärt, woher ihre Leidenschaft für den Tanz kommt.

Stell dich und deine Tanzlaufbahn bitte kurz vor.

Ich bin Annabelle oder auch Babybelle und komme aus der Schweiz. Ich tanze Ballett, Jazz und Modern seitdem ich fünf Jahre alt bin. Im Alter von zwölf Jahren habe ich mit Hip Hop und anderen Urban Dance Styles angefangen. Später habe ich zwei Jahre lang in Paris gelebt und getanzt, wo ich neben den klassischen Stilen auch in einer der größten Hip Hop Tanzschulen intensiv die Urban Styles trainiert habe. In London war ich auch für kurze Zeit, um mich tänzerisch weiterzuentwickeln und jetzt lebe ich in Berlin.

Wie bist du zum Waacking gekommen und warum fasziniert dich dieser Stil so sehr?

Waacking habe ich vor zwei Jahren durch Gemini aus Paris kennengelernt. Ich liebe es, weil ich mich mit Waacking einfach gut fühle. Der Tanz ist sehr energiegeladen, du brauchst viel Attitüde und zeigst viel Charakter. Mein Lehrer meinte immer: „Stell dir vor, du wärst der Superstar!“ Man kann einfach 100% seine Rolle spielen. Es gibt Annabelle da Fonte und Babybelle, das sind zwei verschiedene Menschen. Einmal zeige ich für Shows etc. das, was mir gesagt wird. Bei Battles und vor allem beim Waacking präsentiere ich meinen Namen, meinen Charakter. Ich allein zeige, was ich kann. Darin geh ich auf.

Wie kann man sich diesen Tanz vorstellen? Was sind die typischen Moves?

Am typischsten sind die schnellen Bewegungen der Arme. Kaum heißt es Waacking, tanzen alle direkt mit ihren Armen los. Das ist schon richtig: Waacking ohne Arme ist kein Waacking. Aber trotzdem muss der ganze Körper eingesetzt werden. Die Bewegungen sind sehr geschmeidig und elegant und zeigt so seinen Style. Es geht um die Superstar-Attitüde! Im Gegensatz zum Voguing wird nicht zu House sondern zu Disco und Funk Musik getanzt. Waacking ist übrigens nicht nur für Frauen!

Wie würdest du die Waacking Szene heute beschreiben?

Waacking ist auf jeden Fall zurück – aber nicht überall. Das ist schade! Ich spreche da vor allem für Europa und damit auch Deutschland. Wir brauchen mehr Leute, die diesen Style pushen, damit er eine Zukunft hat.

 

 

Der Workshop in Berlin am Wochenende ist ein erster Schritt, mit dem Waacking auch bei uns beliebter werden kann. Danke dafür Babybelle, ihr geht alle hin und bis dahin, keepondancin!!!

Zum Abschluss gibt’s Babybelle noch einmal in audiovisuell. Weitere Videos findet ihr übrigens in ihrem Channel ‚Annabelle da Fonte‘:

Urban Champs in the house

„It’s all about the feeling“ steht auf dem lilafarbenen Einlassbändchen, dass mir am Eingang des Bi Nuu um den Arm gelegt wird. Ich geh schnell rein, die Preselection sollte um 16:30 Uhr anfangen, ich bin fast ne Stunde zu spät. Und drinnen? Der Bass pumpt. Alle jammen vor sich hin, reden, begrüßen sich. Es hat noch nicht mal angefangen? Ha, also alles wie immer bei Battles!

Urban Champs war zum ersten Mal in Berlin am Start und hat ordentlich aufgefahren:

Die Jury setzt sich aus den Größen der Szene Sugar Rae, Bruce Blanchard, Walid (Fr) und Rabah (Fr) zusammen. Für Krump wurde sogar extra eine dreiköpfige Jury aus Big Liveness, Big Kanabal (NL) und Monsta NY Madness (Fr) ernannt. Das DJ-Team besteht aus sogar vier Personen, jeder Experte für andere Mucke.

Schon bei meinem ersten Blick in die Runde merke ich, dass ein paar Berliner fehlen, die das Event noch mehr belebt hätten. ‚Wo sind die Baba Zulas? Warum sind L-Cubano und Prince nicht hier? Das ist doch so ein nices Battle mit dem besten Trailer ever?!‘ Theaterauftritte und andere Engagements haben verhindert, dass die Jungs, die schon oft bei Battles erfolgreich waren, teilnehmen konnten. Prince kam später nach, um wenigstens die Krump Kategorie zu moderieren.

Es wurde also ein Battle in eher kleiner Runde. Für Hip Hop waren über 30 Teilnehmer angemeldet, bei anderen Kategorien konnte gerade so ein Halbfinale entstehen. Mal wieder überrascht war ich von den Tänzerinnen: Anett kam ins Locking-Finale und Lizzy Dee schaffte es in der Kategorie Hip Hop bis ins Finalbattle. Schon im Viertelfinale Hip Hop waren die Hälfte der qualifizierten Tänzer Mädels. You go, Berlin girls!!!

UND WIE GINGEN DIE BATTLES AUS?

Fotos von den Finals:

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Isaac MIK war am Samstag der Übermensch und schon nach der Preselection war fast klar, dass er in der Kategorie Hip Hop gewinnen wird. Das Finale gegen Lizzy Dee war auf jedem Fall auf hohem Niveau.

Shizzo konnte gegen Anett im Locking auch eindeutig als Gewinner hervorgehen und es hat richtig Spaß gemacht, ihm zuzuschauen.

U-Ghost aus Bordeaux konnte sich im Popping gegen Dalil Wave aus Essen durchsetzen. Das Battle war ziemlich ausgeglichen und die Meinung der Judges gespalten. Die doppelte Wertung von Walid hat U-Ghost schließlich zum Urban Champ Berlin gemacht.

In der Kategorie House hatte Alberto Fusion-Art, der eingesprungen ist, damit überhaupt ein Viertelfinale stattfinden kann, ein leichtes Spiel. Michael stand mit ihm im Finale und hat eine gute Show abgeliefert. Das Level in Berlin wird sichtbar besser, aber ist einfach noch nicht ganz so konkurrenzfähig.

Krump war definitiv buck. Die Stimmung war zum Zerreißen. Lil A hat das ganze Battle über so ziemlich alles weggekrumpt, aber nach einer Extrarunde im Finale gegen Lil Stuntz verloren, der genauso explodiert ist. Die Buck Unit hat ihrem Namen auf jeden Fall alle Ehre gemacht!!!

UND WAS SAGT ORGANISATOR HAMDI ZUM ERSTEN URBAN CHAMPS IN BERLIN?

Hamdi, der Kopf von Urban Champs, zieht ein positives Fazit für die erste Station seiner Battle-Reihe: „Ich war mit der Veranstaltung in Berlin voll und ganz zufrieden. Klar hätten es mehr Leute werden können, aber das ist nicht das Konzept von UC. Als wir damals angefangen haben, waren sogar nur sechs Tänzer da (UK,Adnan,Ben, PP, Rae, Viet, Robozee und Romuldo).

Wir wollen nicht die Größten sein, wir wollen die Tänzer fördern – genauso wie wir damals die ersten Champs gefördert haben. Berlin ist eine riesige Stadt und für unser erstes Event war es sehr gut. Das richtige Feeling war vorhanden, die Tänzer, die da waren, gehören auch zu Urban Champs.

Als Veranstalter habe ich bis jetzt noch nie soviel Dankbarkeit für ein Event erlebt wie in Berlin. Es kamen mindestens 30 Personen zu mir und haben sich bei mir bedankt. Von daher bin ich vollkommen zufrieden und werde es nächstes Jahr bestimmt wieder in Berlin veranstalten.

Ich hoffe, dass die Berliner Champs im Finale sehr weit kommen.“

Wie es eine Tour so an sich hat, geht die Reise aber erstmal weiter:

FRANKFURT 06.10.

ROTTERDAM 20.10.

FINALE NEUSS 03.11.

Wir freuen uns aufs Finale und nächstes Jahr mit Urban Champs. Bis dahin keepondancin und vergesst nicht: It’s all about the feeling!

URBAN CHAMPS BATTLE Trailer

URBAN CHAMPS is back und dafür haben die Organisatoren einen großartig geschnittenen und deepen Trailer basteln lassen. Das Video trifft inhaltlich genau den Nerv, ohne zu cheesy zu werden. Props dafür!

Die Battle Tour von URBAN CHAMPS startet noch jetzt im September und endet am 03. November im Finale in Neuss.

Hier die Tourdates:

BERLIN 29.09.

FRANKFURT 06.10.

ROTTERDAM 20.10.

FINALE NEUSS 03.11.

Berlins Battle des Jahres mit Anlaufschwierigkeiten

Am Wochenende hat Berlin ein Event gesehen, auf das die Tanzszene sehr stolz sein kann! Leider hat sie das nicht 100% gezeigt…

Ich fasse noch einmal zusammen: Georgina hat im Rahmen des „Street LABour“ Festivals ein hoch-, nein, höchstkarätiges Battle mit Workshops organisiert. Das Konzept Bonnie & Clyde (Frau und Mann tanzen zusammen 2 on 2) ist nicht neu, aber gab es so noch nicht in Berlin. Und weil es im Urban Dance immer noch einen Überschuss an männlichen Tänzern gibt, hat Georgina keine Mühe gescheut, besonders talentierte Tänzerinnen (und Tänzer) aus Europa einzuladen.

Und viele sind gekommen, um die Berliner Szene zu unterstützen: Niki aus Schweden kam mit Kollegen Razzle Dazzle, Mufasa aus Frankreich mit Jimmy Yudat, Valusha aus Russland hat mit Isaac (MIK) den Battleground auseinandergenommen, Rayboom mit Raha, Lockerin Ina mit Lamin (Lunatix) und B-Girl Jilou (How I met a B-Girl) tanzte mit Arman (Baba Zula FX) zusammen. Und da endet die Liste noch nicht einmal, weil auch noch die Mädels von „Matryoshki in Jazz“ aus Russland, die ein Showcase gezeigt haben, beim Battle mitgemacht haben. Also genügend Tänzerinnen da für alle!

Namhafter als die Teilnehmer waren nur die Judges. Die Tänzerlegenden Shaik (NY) und Damon Frost (LA) und die erfolgreiche Choreografin Nikeata Thompson saßen in der Jury und haben das Publikum permanent motiviert, mehr mitzugehen.

Und so wie das Aufgebot an Tänzern waren auch die Battles: RICHTIG HEFTIG! Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, den Battles einfach nur zuzusehen. Die eingeladenen Tänzer haben neue Vibes hineingebracht und wirkten offensichtlich sehr inspirierend auf die Berliner Teilnehmer. Die sind nämlich durch die Bank weg über sich hinausgewachsen – egal, ob sie sich einen „fremden Partner“ gesucht haben wie Isaac, Lamin, Lou, Arman, Richie usw. oder wie Kingsley (MIK) und Lala (Borderline) gleich zusammen getanzt haben. Wer eine Challenge gesucht hat, hat sie bei dem Event auf jeden Fall gefunden und alle haben sie bestanden.

Im Finale tanzten Mufasa und Jimmy, die gegen Niki und Razzle Dazzle gewonnen haben. Aber eigentlich habe alle gewonnen, so schön war’s!

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Es gibt also keinen Grund enttäuscht zu sein? Doch, leider! Sowohl die Teilnehmer- als auch die Besucherzahl war mager. Der Heimathafen Neukölln war nicht besonders gefüllt und tragischer wurde es noch bei den Workshops. Einige fielen sogar aus, weil sich kein einziger Interessierter angemeldet hatte oder spontan vorbeikam. Damon, Niki, Jilou und Mufasa hatten immerhin unglaubliche vier Workshop-Teilnehmer… Ups, was war da los?

Gut! Es gab noch ein großes Battle in Hamburg, einige sind im Urlaub, andere müssen arbeiten oder haben sonstige Engagements, aber da bleiben doch nicht nur vier Leute übrig!?!? Warum lassen sich so viele die Chance entgehen, sich neue Inspiration oder Techniken in einem Workshop zu holen, den man wirklich nicht jede Woche in Berlin haben kann? Das wäre doch ein perfekter Weg, seinen Horizont zu erweitern, ohne hunderte Euros für einen Flug nach Paris oder in die USA auszugeben.

Die Bedingungen waren jedenfalls optimal für Berlin, um als Tanzstandort international zu representen. Es hätte sich auch für Tänzer aus anderen Städten definitiv gelohnt, sich bei dem Event weiterzuentwickeln, ohne weit zu fahren. Isaac hat das Wochenende als Kommentar zu einem Post von Georgina auf den Punkt gebracht: „I´m so sorry for all you people who missed that…. it was craaazy… thanks thanks thanks georgina for makin that happen :)“

Alle, die representet haben, waren krass drauf! Also keepondancin Berlin, damit wir nächstes Mal noch krasser am Start sind. (Das haben mindestens die verdient, die sich so sehr reinhängen, Berlin neue Möglichkeiten zu bieten. Danke Georgina!)