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SUGAR DAY

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IT’S SUGAR DAY. Gestern hat der Aachener Tänzer und Dauergrinsebacke Sugar Rae seinen dritten Geburtstag gefeiert. Am 27. Mai 2011 traf er Locking-Legende Don „Campbellock“ Campbell, der ihm seinen Künstlernamen gab. Sugar Rae was born. Zur Feier des Tages blickt er in einem neuen Video auf seine Tanzhistorie und besonders seine Locking-Liebe zurück.

Happy Birthday, Sugar Rae. No need to tell you, but: keepondancin! (mehr …)

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Pardon Me Sugar

Sugar Rae ist nicht irgendein guter Locker, er ist der Martial Arts Supertänzer – zumindest in seinem neuen Kurzfilm. Arya wiederum ist sein größter Fan. Doch als er Sugar Rae in einem Club endlich mal live trifft, passiert ihm wegen seines Homies Jay ein Missgeschick. „The Great Sugar Rae“ hat keine Gnade und bittet zum Kampf im „Dungeon of Pain and Suffering“. Wer der Endgegner ist, ist klar. Wie es ausgeht, verraten wir nicht….

„Pardon Me Sugar“ ist ein Kurzfilm von Jay Samuelz und Arya Lee. Das Drehbuch entspringt der Fantasie von Jay und wurde von Arya von LeegendaryaFilms umgesetzt. Die beiden spielen im Film auch sich selbst. Der mysteriöse Supertyp ist aber Tänzer Sugar Rae aus Aachen. Und dann machen da noch ein paar bekannte Gesichter aus der Berliner Freestyletänzer-Szene mit. Wer findet sie? (Kleiner Tipp: Prince, Arman und L-Cubano sind u.a. dabei.)

 

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Die Umsetzung ist dank kleiner grafischer Gimmicks und Tekken-3-bis-6-Feeling extraamüsant. Und dank englischer Sprache kann man es auch über die Grenzen Deutschlands hinweg verstehen. Nach der Berlin Dance Edition von Pharrells „Happy“ legt Leegendarya Films eine weitere Perle nach. Wir wollen mehr Tanzkurzfilme!! Keepondancin. Keepondrehing.

Sugar Rae – Wild Child

Für 2014 hat sich der Aachener Tänzer Sugar Rae vorgenommen, uns mit gaaaanz vielen Videos zu beglücken. Die Show ist jetzt eröffnet: Rae hat seinen ersten Kurzfilm „Wild Child“ veröffentlicht und gibt uns eine Ahnung davon, wer ihn zum Tanzen inspiriert hat…… Keepondancin, Sugar Rae!

Wild-Child-Sugar-Rae

Urban Champs in the house

„It’s all about the feeling“ steht auf dem lilafarbenen Einlassbändchen, dass mir am Eingang des Bi Nuu um den Arm gelegt wird. Ich geh schnell rein, die Preselection sollte um 16:30 Uhr anfangen, ich bin fast ne Stunde zu spät. Und drinnen? Der Bass pumpt. Alle jammen vor sich hin, reden, begrüßen sich. Es hat noch nicht mal angefangen? Ha, also alles wie immer bei Battles!

Urban Champs war zum ersten Mal in Berlin am Start und hat ordentlich aufgefahren:

Die Jury setzt sich aus den Größen der Szene Sugar Rae, Bruce Blanchard, Walid (Fr) und Rabah (Fr) zusammen. Für Krump wurde sogar extra eine dreiköpfige Jury aus Big Liveness, Big Kanabal (NL) und Monsta NY Madness (Fr) ernannt. Das DJ-Team besteht aus sogar vier Personen, jeder Experte für andere Mucke.

Schon bei meinem ersten Blick in die Runde merke ich, dass ein paar Berliner fehlen, die das Event noch mehr belebt hätten. ‚Wo sind die Baba Zulas? Warum sind L-Cubano und Prince nicht hier? Das ist doch so ein nices Battle mit dem besten Trailer ever?!‘ Theaterauftritte und andere Engagements haben verhindert, dass die Jungs, die schon oft bei Battles erfolgreich waren, teilnehmen konnten. Prince kam später nach, um wenigstens die Krump Kategorie zu moderieren.

Es wurde also ein Battle in eher kleiner Runde. Für Hip Hop waren über 30 Teilnehmer angemeldet, bei anderen Kategorien konnte gerade so ein Halbfinale entstehen. Mal wieder überrascht war ich von den Tänzerinnen: Anett kam ins Locking-Finale und Lizzy Dee schaffte es in der Kategorie Hip Hop bis ins Finalbattle. Schon im Viertelfinale Hip Hop waren die Hälfte der qualifizierten Tänzer Mädels. You go, Berlin girls!!!

UND WIE GINGEN DIE BATTLES AUS?

Fotos von den Finals:

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Isaac MIK war am Samstag der Übermensch und schon nach der Preselection war fast klar, dass er in der Kategorie Hip Hop gewinnen wird. Das Finale gegen Lizzy Dee war auf jedem Fall auf hohem Niveau.

Shizzo konnte gegen Anett im Locking auch eindeutig als Gewinner hervorgehen und es hat richtig Spaß gemacht, ihm zuzuschauen.

U-Ghost aus Bordeaux konnte sich im Popping gegen Dalil Wave aus Essen durchsetzen. Das Battle war ziemlich ausgeglichen und die Meinung der Judges gespalten. Die doppelte Wertung von Walid hat U-Ghost schließlich zum Urban Champ Berlin gemacht.

In der Kategorie House hatte Alberto Fusion-Art, der eingesprungen ist, damit überhaupt ein Viertelfinale stattfinden kann, ein leichtes Spiel. Michael stand mit ihm im Finale und hat eine gute Show abgeliefert. Das Level in Berlin wird sichtbar besser, aber ist einfach noch nicht ganz so konkurrenzfähig.

Krump war definitiv buck. Die Stimmung war zum Zerreißen. Lil A hat das ganze Battle über so ziemlich alles weggekrumpt, aber nach einer Extrarunde im Finale gegen Lil Stuntz verloren, der genauso explodiert ist. Die Buck Unit hat ihrem Namen auf jeden Fall alle Ehre gemacht!!!

UND WAS SAGT ORGANISATOR HAMDI ZUM ERSTEN URBAN CHAMPS IN BERLIN?

Hamdi, der Kopf von Urban Champs, zieht ein positives Fazit für die erste Station seiner Battle-Reihe: „Ich war mit der Veranstaltung in Berlin voll und ganz zufrieden. Klar hätten es mehr Leute werden können, aber das ist nicht das Konzept von UC. Als wir damals angefangen haben, waren sogar nur sechs Tänzer da (UK,Adnan,Ben, PP, Rae, Viet, Robozee und Romuldo).

Wir wollen nicht die Größten sein, wir wollen die Tänzer fördern – genauso wie wir damals die ersten Champs gefördert haben. Berlin ist eine riesige Stadt und für unser erstes Event war es sehr gut. Das richtige Feeling war vorhanden, die Tänzer, die da waren, gehören auch zu Urban Champs.

Als Veranstalter habe ich bis jetzt noch nie soviel Dankbarkeit für ein Event erlebt wie in Berlin. Es kamen mindestens 30 Personen zu mir und haben sich bei mir bedankt. Von daher bin ich vollkommen zufrieden und werde es nächstes Jahr bestimmt wieder in Berlin veranstalten.

Ich hoffe, dass die Berliner Champs im Finale sehr weit kommen.“

Wie es eine Tour so an sich hat, geht die Reise aber erstmal weiter:

FRANKFURT 06.10.

ROTTERDAM 20.10.

FINALE NEUSS 03.11.

Wir freuen uns aufs Finale und nächstes Jahr mit Urban Champs. Bis dahin keepondancin und vergesst nicht: It’s all about the feeling!

FORMZ Workshops in Aachen

Es ist erstmals Urban Dance Workshop Time in Aachen! Am 29. Januar hat das Jugendprojekt FORMZ gleich mehrere Lehrstunden für euch organisiert. Keine geringeren als die Aachener Lokalmatadoren Cleopatra und Sugar Rae unterrichten euch die Basics in Hip Hop, Locking, Popping und House. Die Kurse sind also auch etwas für Anfänger. Gebt euch das – den ganzen Tag tanzen, tanzen, tanzen!

Die Organisatoren schreiben außerdem bei Facebook: „Für uns ist es wichtig, nicht nur den Tanz sondern auch die Kultur und Geschichte zu vermitteln, wobei der Spaß natürlich nicht zurückbleiben soll.“ Ihr könnt also zusätzlich mit viel Hintergrundwissen rechnen.

!!!Pro Kurs können nur 15 Tänzer teilnehmen. Nutzt die Chance und meldet euch noch schnell an!!!

Be there and keepondancin!

Datum: 29.01.2012
Ort: Carl-Sonnenschein-Haus, Stephanstr. 16-20, 52064 Aachen

Hip Hop Kidz (8-12 Jahre) 12:30 - 13:30 Uhr Sugar Rae 
Hip Hop (ab 13 Jahre) 12:30 - 13:30 Uhr Cleopatra
House (ab 13 Jahre) 13:45 - 14:45 Uhr Cleopatra
Locking (ab 13 Jahre) 15:00 - 16:00 Uhr Sugar Rae
Popping (ab 13 Jahre) 16:15 - 17:15 Uhr Cleopatra

Preis:
1 Workshop 10 Euro
2 Workshops 17 Euro
3 Workshops 24 Euro
4 Workshops 30 Euro
Anmeldung: formz@gmx.com oder 0241-21232

Urban Dance Szene an der Waterkant – „Jetzt wächst die Community zusammen.“

Ich trete in den kleinen Veranstaltungsraum des Hamburger Trockendocks, eine Stunde nachdem laut Flyer das Battle begonnen hat. Der Raum ist schon jetzt bis oben mit Leuten gefüllt, sodass da drin gefühlte 45°C herrschen. Ich finde auf die Schnelle nur einen Platz genau vor dem Lautsprecher, was mein Trommelfell ganz schön auf die Probe stellt. Gerade läuft die House Preselection. Vogueing hab ich leider schon verpasst, weil es „so wenige Teilnehmer gab“, meint der große Typ neben mir. Die Leute schauen konzentriert zu, nicken mit dem Kopf oder tanzen an der Seite, um zu üben oder weil sie den Beat feiern. Im Grunde sind alle Urban Tänzer aus der Hamburger Szene am Start – entweder als Zuschauer, Teilnehmer oder in der Jury. Insgesamt sind es bestimmt 120 Leute, die auch aus dem Umland oder vereinzelt aus NRW und Berlin angereist sind.

2vs2 HipHop mit Georgina und Jo-l beim Urban United Battle

Ende November fand in Hamburg zum ersten Mal das Battle Urban United statt, organisiert von den beiden Tänzerinnen Maike und Maren. So voll, wie der Raum war, hat Hamburgs Szene scheinbar nur auf ein neues Battle gewartet. Dabei konnten die Veranstalter nicht einmal mit Preisgeld locken. Alles sieht nach einer sehr lebendigen Tänzerlandschaft aus. Der Großstadt im Norden wird aber immer noch nachgesagt, keine ausgeprägte Urban Dance Szene und damit auch zu wenig Battle-Kultur zu haben.

„Ist doch ganz klar, die Szene ist eine ganz andere.“

Sugar Rae aus Aachen gibt heute einen Workshop in der Hip Hop Academy in Hamburg und kommentiert die Szene mit einem Augenzwinkern. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass es kein Locking in Hamburg gibt, obwohl die Stadt so groß ist und so viel Soul hat. Dagegen muss etwas unternommen werden. Ich freue mich, endlich wieder in der City zu sein und glaube, es wird, wie der junge Hamburger sagt, ‚übelst deeerbe Digger’“, schreibt der Funkin’ Stylez-Gewinner auf seinem Profil bei Facebook.

IGI-Man von Alienfam aus Lübeck, mit dem ich beim Urban United Battle gesprochen habe, meint: „Ist doch ganz klar, die Szene ist eine ganz andere. Hier im Norden spielen sie alle Fussball und zum Beispiel in NRW tanzen sie alle. Und das Angebot ist auch nur so groß wie die Nachfrage.“

Flyer Urban United

Auch die Umfrage, die keepondancin auf der Facebook-Fanseite gestartet hat, ergab ein leicht ernüchterndes Ergebnis. Ernüchternd nicht nur, weil insgesamt unglaubliche neun Personen teilgenommen haben, sondern weil nur die Antworten „Hamburg ist’ne große Stadt mit guten Tänzer, aber die großen Battles fehlen“ oder sogar „Hamburg muss noch viel lernen“ angeklickt wurden. Erwähnenswert sind diese neun Stimmen trotzdem, weil unter den Umfrageteilnehmern immerhin Tänzer waren, die in ganz Deutschland bekannt sind (Prince und Aldo) und auch welche aus Hamburg und Umgebung (Jo-l, Felix von Deine Lieblingsbreaker etc.).

Selbst Urban United-Organisatorin Maren meint, das Verhältnis zwischen Anzahl der Tänzer und Battles würde noch nicht stimmen. „Es gibt viele Tänzer, offene Trainings und in den Jugendzentren passiert viel. Ich hab auch eigentlich das Gefühl, die Szene kennt sich“, sagt sie in einem Gespräch direkt nach dem erfolgreichen Battle, „Die Tänzer in Hamburg müssen aber noch ein bisschen besser zusammenarbeiten, um mehr auf die Beine zu stellen.“

Alles deutet erstmal darauf hin, dass Hamburg noch nicht ganz da ist, wo man es aufgrund der Größe erwarten könnte. Um herauszufinden, ob das wirklich so ist und wie sich die Szene derzeit entwickelt, hat keepondancin mit Metin von Elbcoast Entertainment gesprochen, der das größte norddeutsche Battle Elbcoast Underground in Hamburg veranstaltet. Metin hat 1994 mit dem Breaken angefangen und deshalb die Tänzerszene Hamburgs von Anfang an miterlebt.

 

„Jetzt wächst die Community mehr und mehr zusammen.“

Metin von Elbcoast Underground

Unser Gespräch beginnt interessanterweise damit, dass Metin weitere Battles gar nicht für sinnvoll hält. „Es gibt so sechs, sieben Battles über das Jahr verteilt in Hamburg. Das ist schon gut. Ich denke, wir brauchen eher wenige gute Termine, damit Tänzer von außerhalb kommen, als jeden Monat zu battlen und alle langweilen sich irgendwann“, meint er. Battles sollen also nicht wie Pilze aus dem Boden schießen, sondern lieber öfter gut organisiert sein und ein Niveau haben, das den anderen Städten in nichts nachsteht.

Der Grundstein für diese Vision wird gerade in der Szene selbst gelegt. Seit ungefähr drei Jahren erlebt Hamburg einen richtigen Aufschwung und tanzen wird zum Urban Lifestyle im Norden. Metin erklärt keepondancin die Entwicklung: „In den Neunzigern begann alles mit Breaking. Die anderen Tanzarten kamen dazu, aber es herrschte immer eine Art Konkurrenzkampf. Jetzt wächst die Community mehr und mehr zusammen. Die Tänzer fordern geschlossen mehr Freestyle-Trainings, Workshops und Battles.“ Nicht mehr nur Institutionen wie Jugendzentren, Elbcoast Entertainment oder die Hip Hop Academy pushen die Szene, die Tänzer selbst sind die neue Institution. Zum Beispiel haben sich vor kurzem zwischen 30 und 40 Hamburger Tänzer zu HH-CITY DIGGA!!! zusammengeschlossen und representen so auf den Battles in Deutschland und co.

Hamburgs Szene mag tatsächlich noch nicht ganz so groß sein wie in vielen anderen Ecken des Landes, aber es passiert gerade wahnsinnig viel. Tänzer, Tanzschulen und Jugendzentren ziehen an einem Strang. So können aus den kleinen Battles der Stadt schnell größere Formate mit internationalen Judges und allen wichtigen Vertretern aus Deutschland werden. Um Events wie Workshops oder Battles zu realisieren und die Szene damit zu pushen, fehlt Hamburg jetzt nur noch ein wichtiger Unterstützer. Zumindest sieht Metin das so: „Wenn wir bei Elbcoast mal ohne Jugendzentren Events organisieren wollen, wird man nicht von der Stadt unterstützt. Ich wünsche mir, dass sich da was ändert, denn das Werben um Sponsoren ist ziemlich anstrengend und zeitaufwendig.“

Hamburg ist also viel mehr am Start als gedacht und als hätte die Stadt es geahnt, dass ich so einen Artikel schreibe, habe ich bei Facebook vor ein paar Tagen eine Einladung zum letzten Hamburger Battle dieses Jahres bekommen. Am 18.12. findet in der Hip Hop Academy das Battlefield statt und bestimmt ist wieder die ganze Hamburger Tänzerszene dabei, um noch mehr zu wachsen. Besser kann unser Name nicht passen: keepondancin, Hamburg!!!

Darf ich vorstellen? …Rae

Reagan Dikilu aus Aachen a.k.a. Sugar Rae gehört zu den bedeutendsten Tänzern in Deutschland. Er entdeckte die Liebe zum Tanzen praktisch mit seinen ersten Gehversuchen. Schon als Zwölfjähriger gründete Rae mit fünf seiner Homies 1999 die Crew Flow Rockers. Den größten Erfolg erreichten die jungen Breaker 2002 mit dem Sieg als “NRWs beste Nachwuchs B-Boys“ in Grevenbroich. Hoch motiviert und mit Durst nach mehr, eignet sich Rae nach und nach weitere Stile des Urban Dance an – einer davon ist Locking, der mittlerweile zu seiner Spezialität gehört. 2005 erreichte er im Locking – mit gerade mal 18 Jahren – den ersten Platz beim Ruhrpott Battle. Weil er weiter konsequent an sich gearbeitet hat, lebt er heute den Traum vieler Tänzer: Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Rae ist professioneller Tänzer, Trainer und Choreograph.

Wer so steil durch die Decke geht, bei dem muss keepondancin mal genauer nachfragen, welche spannenden Projekte anliegen.

Rae hat keepondancin erzählt, dass er für dieses Jahr noch eine ganz besondere Rechnung offen hat: der Sieg beim Funkin’ Stylez 2011 in der Kategorie Locking! Obwohl Rae mit seinen erst 24 Jahren schon zur internationalen Locking-Elite gehört, hat er es beim Funkin’ Stylez noch nicht auf den ersten Platz geschafft. Aber das soll in diesem Jahr anders sein: „Ich habe nur noch ein paar Tage bis zum Funkin‘ Stylez. Dafür opfere ich momentan und eigentlich die ganzen letzten Wochen jede freie Minute. Wie gesagt ich hab es bereits zwei Mal versucht und es nie auf den ersten Platz geschafft.“ Rae fügt aber hinzu, dass er beim Funkin’ Stylez zwei Mal in der Kategorie World Team Battle gewonnen habe – im Germany Team 2009 und im vergangenen Jahr mit Bad Newz M.P. . Seine Konzentration legt Rae dieses Jahr deshalb auf die Solobattles und begründet seine Entscheidung ganz einfach: „In den letzten Jahren habe ich mich viel um andere gekümmert. Dieses Jahr soll nur für mich sein und beim Funkin‘ Stylez zu gewinnen, würde das Jahr 2011 einfach perfekt machen.“ Wer Rae schon mal battlen gesehen hat, weiß ganz genau, dass er alles gibt und den Zuschauern eine unvergessliche Schlacht bieten wird.

Nachdem Rae am Wochenende hoffentlich den Sieg nach Hause holen wird, geht es im Grunde direkt weiter nach Hamburg. Am 10. Dezember gibt er dort einen dreistündigen Locking-Workshop in der Hip Hop Academy. (Infos: http://www.hiphopacademy-hamburg.de/) Kurz danach führt ihn sein Job in DIE Tänzermetropole Europas nach Paris. Dort findet am 18. Dezember das Who iz Who Battle statt, das zweitgrößte Battle in Frankreich nach Juste Debout. Der gebürtige Kongolese hat diesmal die Ehre, in der Jury sitzen und die Teilnehmer beurteilen zu dürfen. Außerdem arbeitet der Ausnahmetänzer an seiner eigenen Webseite.

Rae ist glücklicherweise in der Lage, seine Kunst und Leidenschaft mit dem kleinen Übel, Geld verdienen zu müssen, zu verbinden. Die Sache mit dem Traumberuf ist also geritzt und was sonst so kommt: Wir bleiben dran!

Man braucht es Rae fast nicht zu sagen: But please keepondancin, man!