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Darf ich vorstellen? ……Georgina

Es wird wieder Zeit für eine Vorstellungsrunde und die erste in diesem Jahr ist Georgina Philp aus Berlin. Die gebürtige Düsseldorferin mit karibischen Wurzeln entdeckte im Alter von zwölf Jahren die Liebe zum Locking und begann kurz darauf auch mit dem Cheerleading. Bis Georgina 18 wurde, hat sie für die Jugend des bekannten Footballvereins Düsseldorf Rhein Fire getanzt. Zum passenden Ausgleich verbrachte die junge, talentierte Tänzerin viel Zeit im Tanzhaus NRW.
Nach dem Abitur entschied sich Georgina für ein Tanzstudium in Modern-Contemporary in Holland. Die Ausbildung hat sie erfolgreich abgeschlossen und dient als Grundlage für ihren heutigen Stil. Der Sieg bei der VIVA-Show „Dancestar 2008“ (als erste Frau!!) führt sie nach Berlin. Hier bleibt sie erstmal nicht allzu lange. Es zieht sie weiter weg nach New York und Los Angeles, wo sie für drei Monate lebt und ihren Stil weiterentwickelt. Zurück in Deutschland, entscheidet sich Georgina 2009 in Berlin zu bleiben und beginnt, mit ihrer Leidenschaft Geld verdienen.
Der Umzug nach Berlin bedeutete aber auch weitere Erfolge. Der erste ist 2010 der Sieg der Berliner Streetdance-Meisterschaft, mit der rein weiblichen Tanzcrew Kill Bill. Im selben Jahr wird weiter gefeiert: Mit ihrer damaligen Tanzpartnerin und Freundin Joy räumt die Wahlberlinerin das große Crazy Moves Battle in Hannover auf und sorgt mit dem Sieg in der Kategorie Hip Hop/New Style für mächtig Aufsehen.
Georgina ist eine unglaublich vielfältige Tänzerin und beherrscht fast alle Stile der urbanen Szene. „Ich habe über die Jahre viele Workshops mitgemacht und mich durch meine Reisen inspirieren lassen. Es ist wichtig für einen Tänzer zu reisen, um sich weiterzuentwickeln und viele tänzerische Einflüsse zu sehen und zu lernen, die man hier nicht bekommen kann. Meine größten tänzerischen Inspirationen sind u.a. Marjory Smarth (House) und Archie Burnett (Voguing), wofür ich sehr dankbar bin.“
Georgina erzählt, dass sie vor drei Jahren das erste Mal bei ihrem Aufenthalt in New York mit Voguing in Berührung gekommen sei. „Voguing ist sehr ausdrucksstark und gefühlvoll und ich liebe es, dass man sich in dem Moment einfach feiern lassen kann.“ Leider ist Voguing in Berlin nicht so verbreitet. Die junge Tänzerin gibt deshalb einmal im Monat einen Workshop und es zahlt sich aus – die Nachfrage steigt.

Auch im sozialen Bereich ist Miss Philp engagiert. Sie veranstaltet mit Asghar Pourkashani vom Projekt „Outreach – Mobile Jugendarbeit “ und Tänzerkollegen Prince (M.I.K) das Battle „Berlin Circle Ground“, das gerade zum vierten Mal an den Start ging. “Der Kontakt zu Asghar entstand nach der Berliner Streetdance Meisterschaft. Und ich erinnere mich noch daran, wie Prince versucht hat, mir das Battle-System zu erklären, da es ein Trainingsprinzip von ihm und seinen Jungs war. Wir hätten niemals mit so einer Resonanz auf das Battle gerechnet, obwohl wir es gehofft haben. Natürlich ist es noch ausbaufähig, aber Potenzial ist vorhanden.“ Und zu Recht ist diese Veranstaltung mittlerweile ein fester Bestandteil der Berliner Szene und wird in Zukunft sicher weiter wachsen.
Bei der vergangenen Veranstaltung gab es sogar Besuch aus NRW. „Ich würde mir natürlich wünschen, dass noch mehr Tänzerr aus der Berliner Szene teilnehmen – vor allem aus der B-Boy Szene wie Louis, Raphael oder Mio, um nur einige zu nennen. Wir haben dieses Mal wieder Tänzer aus NRW eingeladen, damit einfach ein gewisser Austausch entsteht und die Berliner motiviert sind, sich in ihrer Stadt nicht den Sieg nehmen zu lassen. So war das früher in NRW, wenn die Franzosen kamen und meinten, sie müssten hier alles abräumen. Da entstand eine Wahnsinnsstimmung bei den Tänzern, denn keiner wollte verlieren. Letztendlich bringt das die Szene mehr zusammen und man lernt voneinander. It’s all about the Love.“
Für dieses Jahr hat sich die leidenschaftliche Tänzerin vorgenommen, noch mehr zu reisen und selber etwas Tänzerisches bzw. Künstlerisches zu kreieren. Momentan entwickelt Georgina zusammen mit sieben weiteren Künstlern (Schauspieler, Poeten etc.) ein „Performance Art“-Stück, das später aufgeführt werden soll. keepondancin ist gespannt, was uns erwartet und hält euch auf dem Laufenden. Eins steht schon fest: Im Februar findet definitiv wieder ein Vouging Workshop statt und den solltet ihr euch auf gar keinen Fall entgehen lassen.
Keepondancin bedankt sich bei Georgina Philp und fragt, was sie von uns hält: „Ich finde es gut, dass es eine Plattform gibt, die sich mit Tänzern befasst und vorstellt – vor allem in Berlin. Obwohl schon viel über Facebook kommuniziert wird, ist keepondancin einfach anders“.

Das Battle der Einzelkämpfer

Im Club ist es dunkel. Licht fällt nur auf den Battleground, denn auf den sollen alle Augen gerichtet sein. An der einen Seite der quadratischen Tanzfläche sitzen die fünf Judges in weißen Sesseln und entscheiden, wer weiterkommt. U-Gin moderiert das Battle lauthals, er ist gut drauf. Er hätte nur gerne ein besser funktionierendes Mikrofon mit langem Kabel für mehr Bewegungsfreiheit. Nach ganzen drei Stunden Preselections geht es in die Battles. Es sind bestimmt 300 Leute dort, davon 199 Teilnehmer (!!!), und damit ist der Club bis oben gefüllt. Neben der Berliner Szene haben auch P-Dog, P.Dee und Adnan aus NRW sowie Tänzer aus Polen, Italien und Mexiko für das Battle den Weg in die Hauptstadt gefunden. Und weil Dedson (Wanted Posse) und Peeps gerade in der Stadt gearbeitet haben, war außerdem „hoher Besuch“ aus Paris am Start.

Am Samstag fand im Club R8 die bereits dritte Auflage von Berlin’s BEST SOLO DANCER statt. Das Konzept ging auf. Ohne die Zusammenarbeit mit Jugendzentren haben Aki, Delano und Danny in Berlin ein neues Battle auf die Beine gestellt. Mit der Agentur Hip Hop Models haben die Jungs einen Sponsor gefunden, der das Event mitunter ermöglicht.

In fünf Kategorien battlen die Tänzer bei Berlin’s BEST SOLO DANCER 1 zu 1 gegeneinander. Die besten acht Teilnehmer je Style ziehen aus der Preselection in den direkten „Nahkampf“. Wer alle Battles für sich entscheidet, darf ein ansehnliches Preisgeld mit nach Hause nehmen. Am vergangenen Wochenende gewann Peeps die Kategorie House, Dancehall die Berlinerin Deejane Guacamole, Breakdance machte Pirackee aus Polen klar und Arman von den Fanatix und der neuen Berliner Crew Baba Zula sicherte sich den Poppingthron. In der 2vs2-Kategorie HipHop haben die Berliner Brüder Isaac und Prince von MIK das Battle gewonnen. Eigentlich heißt es ja Solo Dancer, aber Aki aus dem Organisatorenteam erklärt, warum dieses Mal Duos angetreten sind: „Wir haben das ausnahmsweise gemacht, so als kleines Weihnachtsspecial. Bei so vielen Tänzern war das echt eine gute Entscheidung. Wir überlegen jetzt, das ab und zu mal anzubieten.“

Das Niveau der Battles in den einzelnen Kategorien unterschied sich ziemlich deutlich. Dancehall zum Beispiel ist eine neue Disziplin in der Battlelandschaft und keepondancin ist gespannt, wie sich die Tänzer da weiterentwickeln. HipHop und vor allem das Housefinale waren hingegen großes Kino. An diesen beiden Finals waren leider nur die Berliner Prince und Isaac beteiligt. Die anderen Finalisten kamen aus der Tänzerhochburg NRW (Adnan, P-Dog und PD) und der Tänzerüberhochburg Paris (Peeps).

Die Stimmung im R8 war gut, aber in puncto Euphorie ist noch Luft nach oben. Den Tänzern hat’s gefallen. Das eindeutige Statement von HipHop-Gewinner Prince lautete: „War sehr, sehr heftig.“ Und im Gespräch mit keepondancin meinte Peeps: „The event is nice. I like the vibes here and the level is growing more and more every year.“ (Das muss man nicht übersetzen.) Organisator Aki hat keepondancin gesagt, dass er sich vor allem freue, dass sich das Event so rumspricht und immer mehr Tänzer sogar aus dem Ausland teilnehmen. „Das ist genau der Grund, warum Delano und ich die Idee in die Tat umgesetzt haben. Wir wollten, dass die Berliner Szene damit noch mehr wachsen kann“, fügt er hinzu. Die Besucherzahlen sprechen außerdem für den Erfolg von Berlin’s BEST SOLO DANCER: Zum ersten Battle im Sommer kamen schon 150 Tänzer und Interessierte, im September besuchten 200 Tanzbegeisterte das Event und Samstag stieg die Zahl noch mal auf 300.

Aki erklärt noch schnell den Plan für die Zukunft: „Das Battle soll vier Mal im Jahr, also alle drei Monate ausgetragen werden.“ keepondancin freut sich, dass Berlin ein neues erfolgreiches Battle zu bieten hat. 2012 kann kommen, bis dahin keepondancin!

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Wieder Tickets für Red Bull Flying Bach

Die Flying Steps touren seit Monaten durch Europa und tanzen auschließlich in komplett ausverkauften Häusern – Hamburg, Frankfurt, Wien, München. Keine Chance, selbst Wochen vor den Aufführungen noch Karten zu bekommen. In Berlin, wo die Flying Steps quasi ihr Heimspiel geben, wurden besonders viele Termine angesetzt. Trotzdem war alles in kürzester Zeit ausverkauft. Aber es gibt gute Nachrichten für alle Interessierte, die keine Karten mehr bekommen haben: Für Red Bull Flying Bach werden im März/April Zusatztermine angeboten. Die Samstage sind schon wieder ausverkauft, also haltet euch ran. Bis dahin, keepondancin!

Datum: 20. März bis 01. April 2012
Beginn: 19:30 Uhr
Ort: Trafo / Kraftwerk Mitte, Köpenicker Straße 59-73, Berlin
Tickets: Preisklasse I 49 Euro, Preisklasse II 39 Euro (bzw. ermäßigt 28 Euro)

Berlin’s Best Solo Dancer, Part III

Die Jungs von SW∆GG ∆TTACK beschenken uns noch vor Weihnachten mit einem letzten Mal Berlin’s Best Solo Dancer – zumindest in diesem Jahr.

Nächstes Wochenende nehmen sich die Tänzer auf dem schwarz-weißen Battleground noch einmal so richtig auseinander. Gebattlet wird in den Kategorien Breakdance, New Style/Hip Hop, Popping, Dancehall und House. Um zu beurteilen, sitzt neben der Berliner Elite mit Serdar (Lunatix), Flo (Tribe), Maggi (DiW!NE) und Raha (Miss Kill Bill) auch 2Face aus Düsseldorf in der Jury.

Wer sich noch anmelden will, schreibt einfach bis Freitag 18 Uhr seinen Namen und die Kategorie auf die Pinnwand des Events bei Facebook. Wie der Name schon verrät, werden die Kategorien 1on1 ausgefochten – bis auf „Hip Hop/New Style“, bei der dieses Mal je zwei Tänzer gegeneinander antreten. Pro Tänzer sind maximal drei Kategorien drin.

Der sonstige Rahmen kann sich auch sehen lassen: DJ Cizzle legt auf, U-Gin moderiert, während des Battles lässt die Buck Unit mit einer Krump Show hoffentlich die Tanzfläche beben und bei der direkt anschließenden Aftershow Party präsentieren DiW!NE ihre aktuelle Dancehallshow.

Für weitere Infos checkt die Facebook-Fanseite und den YouTube-Channel von Berlin’s Best Solo Dancer.

Wir sind auf jeden Fall am Start und wer gewinnen will, dem raten wir das: keepondancin!!!

 
Datum: 17.12.2011
Ort: R8-Club, Rosmarinstr. 8, 10117 Berlin-Mitte
Einlass: 15:00 Uhr
Start: 16:00 Uhr
Tickets: 6 Euro für Tänzer und 8 Euro für Publikum
Preisgeld: insgesamt 2000 Euro
Aftershow Party: ab 23:30 Uhr im R8

oxy and friends – Ausblick auf Prince‘ Solostück

Seit einigen Jahren lädt die OXYMORON Dance Company regelmäßig befreundete Tänzer und Choreographen ein, ihre aktuellen Arbeiten an einem Abend zu zeigen. Der oxy and friends-Abend ist somit als Werkschau zu verstehen. Gezeigt werden kurze Stücke mal eigenständig und mal Ausschnitt, mal Rückblick und mal Vorschau.

Am Wochenende ist es wieder so weit und unter anderem der Berliner Tänzer Prince Ofori stellt sein Projekt vor. Er arbeitet gerade an „6 Seconds“, ein Experimentalstück mit Spuren seine Spezialitäten Krump und New Style, das im Februar dann komplett uraufgeführt werden soll. Die paar Kilometer raus aus Berlin und rein nach Potsdam dürften sich also lohnen!! Bis dahin, keepondancin!

Datum: 09./10.12.2011, jeweils 20 Uhr

Ort: T-Werk, Schiffbauergasse 4E, 14467 Potsdam

Tickets: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro und für Schüler sogar nur 3 Euro