Voguing, Voguing und nochmal Voguing

Vor einer Woche zelebrierte Berlin dank Leo Melody seinen dritten Vogueball und es war königlich. Passend dazu wurden rund um das Event fierce Videos veröffentlicht.

Maike Mohr aus Hamburg ist Mother of the House of Lazer und zeigt in ihrem neuen Vogue-Video, dass sie eine richtige Mami caliente ist. VOGUE FOR US!

La Borka ist Teil des House of Melody aus Düsseldorf/Berlin und hat gerade eine Vogue-Video veröffentlicht, in dem sie extra viel Body und Face präsentiert. Yummie. WORK IT, BITCH!

Und ach ja, wir haben ja Ende letzter Woche auch ein Voguing-Video rausgehauen. In unserem Fall ist es ein Interview mit keinen geringeren als Grandfather Hector Xtravaganza und King Aus Ultra Omni. YOU BETTER WATCH THIS!

Unbenannt

„Me against the Music“ in Höchstform

Was ist denn da los? Krasser geht ein „Me against the Music“-Battle nicht. Beim Funkin Stylez-Qualifier Düsseldorf am Sonntag haben die Tänzer im Finale bewiesen, welche unglaublichen Performances im Freestyle hingelegt werden können. Vor allem Popping-Tänzer Twoface (NRW) und Isaac MIK (Berlin represent!!!!!) hauen einen regelrecht um – und das schon am Bildschirm.

Es geht also doch: Wenn keine schnulzigen Poplieder gespielt werden und die (männlichen) Teilnehmer nicht so tun als seien sie‘ne geile Olle anstelle zu tanzen, kann ein Tänzer bei „Me against the Music“ haushoch über sich hinauswachsen. Twoface wurde mit dem Sieg belohnt. Leider kann ja nur einer gewinnen…..

Keepondancin ist in love und freut sich jetzt noch mehr aufs Finale!!!

Taking it back to the Club – Berlin’s Best Dancer 2013

Berlin’s Best Dancer ist zurück und hat wieder richtig Spaß gemacht. Das Event ging rekordverdächtig lang, aber wir mussten ja auch 1,5 Jahre auf eine Fortsetzung warten. Warum das ganze Warten, erklärt uns der Veranstalter selbst.

Flyer_BBD

Wer hätte das gedacht? Berlin’s Best Dancer (BBD) ging in aller Abgeschiedenheit in einem Club in Lichterfelde Süd in die nächste Runde und der Laden war tatsächlich rappelvoll. Das Konzept ist einzigartig in Berlin. BBD bringt das Battle da hin, wo es sich in der Vergangenheit viel öfter abgespielt hat – auf die Tanzfläche eines Clubs. So’ne Disse hat dank Soundanlage und großer Tanzfläche eben einfach die perfekte Infrastruktur für ein Battle.

Der lange Anfahrtsweg hat sich aber gelohnt. Bei ganzen sechs Kategorien müssen für jeden ein paar Highlights dabei gewesen sein. Popping, Hip Hop, Breakdance, House, Krump und Dancehall gab es in voller Breitseite und jetzt ahnt ihr auch, warum das Event so lange, genauer gesagt von 15 bis fast 24 Uhr, gedauert hat. Eindeutig zu lang, vielleicht tun es auch eine oder zwei Kategorien weniger, die dann wechseln könnten.

Einige Favoriten gestürzt

Innerhalb der Kategorien konnten sich meist die Mitfavoriten durchsetzen. Lamin Lunatix, der seit Jahren Hip Hop tanzt, hat sich aber den Sieg im Krumping geholt und ging mit einem neuen Namen nach Hause: ‚Lil Snatch‘. New Krumper in town! Das Niveau von Hip Hop war am höchsten und deshalb haben hier einige Favoriten überraschend das Feld räumen müssen.

Im Viertelfinale mussten sich Prince und Richie MIK (Berlin) gegen Ben und Sherry Holickz (Berlin) geschlagen geben, die richtig gut drauf waren (und meinetwegen bis ins Finale gekommen wären). Außerdem waren da unbekannterweise noch Mulla und Regina, die die echt guten Deerockz-Zöglinge Miracle und Beckz (Aachen) kurzerhand rausgekantet haben. Mulla und Regina stammen aus Russland, leben jetzt in Tschechien, kamen nach Berlin zum Battle und haben mit ihrem Stil dicke Sympathiepunkte bei der Jury und dem Publikum gesammelt. Das hat sich am Ende gelohnt.

WHO IS BERLIN’S BEST DANCER?
HOUSE: P-jay (vs. Beatkid?)
POPPING: Arman & Boo Baba Zula (vs. M-ix & No Limit)
DANCEHALL: Bella & Saba (vs. Jouana & Olga) 
KRUMP: Lamin Lunatix (vs. Young Stretch)
BREAKDANCE: Bboy Wolf (vs. Bboy Crazy B)
HIP HOP: Mulla & Regina (vs. L-Cubano & M-ix)
WINNER WINNER, 6-TO-SMOKE: Bboy Wolf!!!!

Alle sechs Gewinner traten im großen Finale in einem Mixstyle-Battle an. Bboy Wolf, der aus Marokko angereist war, konnte mit seinen Skills und Attitüde alle anderen wegpusten und hat verdient das große Preisgeld von 1000 Euro abgeräumt.

Was für ein dopes Event – auch weil der Rahmen mehr als gepasst hat. Die Jury wurde einwandfrei ausgewählt: Big B aka Ben-Joel (Krump), Peeps (House, Paris), Latonya Style (Dancehall, Kingston, Jamaica), TwoFace (Popping, NRW), Franky Dee (Hip Hop, NRW), Broski (Breakdance, Marokko/Berlin). DJ BoogieDan hat nicht nur während der Battles, sondern auch in den Pausen Tracks rausgesucht, zu denen man einfach tanzen muss und Moderator und mein Lieblingsorgan U-Gin (keiner kommt so hoch wie er) hat dem Publikum den Rest gegeben.

Erfolgreichstes BBD ever

Die Stimmung war bombe, trotz der Länge des Events. Veranstalter Aki von Valentine Events ist jedenfalls mehr als positiv überrascht. Er hätte nicht gedacht, dass der South Club am südwestlichen Zipfel von Berlin so voll wird. „Das sechste Berlin’s Best Dancer war das erfolgreichste“, erklärt Aki. Im Vergleich zu den vorherigen Battles sei dieses Mal die Stimmung am besten gewesen. Der Club bot mehr Freiraum als das kleinere R8 und der wurde auch genutzt, vor allem zum Tanzen, so der Veranstalter.

2011 und 2012 fand das Battle jeweils gleich mehrmals statt, aber seit rund 1,5 Jahren wurde es still um BBD. Aki aber blieb bei seinem Ziel, neuen Wind in die Berliner Tanzszene bringen zu wollen. Nach schwieriger Location- und Sponsorensuche habe er das Ding jetzt erfolgreich allein durchgezogen und sei damit sehr zufrieden.

Aki will auf jeden Fall hoch hinaus. Das Event soll jetzt einmal im Jahr stattfinden und um einiges größer werden, um noch mehr Tänzer von außerhalb anzulocken. Mal sehen, wo die Reise von BBD hingeht. Bis dahin auf jeden Fall: keepondancin!

Recap von den Jungs von Real Shit don’t stink:

Keepondancin meets Voguing-Ikonen

Georgina aka Leo Melody hat es möglich gemacht: Ein Vogue Ball in Berlin! So schillernd sind Urban-Dance-Events selten, genauso wie die Gäste. Zum ersten Ball im Sommer 2012 nahmen King aus Ultra Omni und kein geringer als the Grandfather of the legendary House of Xtravaganza, Hector, die Einladung als Juroren an.

Wir haben die Chance genutzt, die beiden über ihre Entwicklung als Voguetänzer und die Szene auszufragen – und das Rohmaterial dann in der Schublade verschwinden lassen. WHAT A SHAME. Throw shade on us. Jetzt haben wir die Technik endlich bezwungen und tadaaa, hier ist pünktlich zum Tit Bit Ball morgen in Berlin UNSER ERSTES KEEPONDANCIN VIDEO INTERVIEW!!!!!

Watch it, like it, share this bitch!

Hector

Funkin‘ Stylez Berlin 2013 – Saubere Vorstellung

Funkin Stylez Berlin ist vorbei. Wie die Veranstaltung war, wer gewonnen hat und welche überraschenden News es zum Finale gibt, erfahrt ihr hier.

Amigo führte durchs Battle

Amigo führte durchs Battle

Schon mal die perfekte Location für ein mittelgroßes Battle gesehen? Eine Tribüne für beste Sicht für jeden Zuschauer und genug Platz rund um den Battleground, um zu üben und sich dort auch noch an den Rand zu setzen. Funkin‘-Stylez-Organisator Amigo hat sie vor ein paar Jahren schon gefunden und  im Theater Hebbel am Ufer 2 (HAU2) erneut eine saubere Funkin‘-Stylez-Qualifikation Berlin ausgetragen.

Das Battle hatte eigentlich keine krassen Überraschungsmomente, aber beim 5vs5 Mixstyle Team Battle passierte es dann doch: Die Bboy-Crew Ghost Dogz fegte die anderen Teams aus dem Wettbewerb. Die anderen Tanzstyles konnten die Jungs zwar nicht so gut bedienen, aber ihre Performance als Crew war am überzeugendsten. Mal sehen, wie sie sich aufs Finale vorbereiten. Die anderen Kategorien wurden von etablierten Berliner Freestyle-Tänzern gewonnen, nur House ging an einen französischen Tänzer aus Peeps‘ Dunstkreis:

Hip Hop: Prince MIK (2nd Kingsley MIK)

Popping: Arman Baba Zula (2nd Boo)

House: Tyssa (2nd Mikel)

Me against the Music: Boo Baba Zula (2nd/3rd Itchy, Kazuma)

House hat am meisten Spaß gemacht, Alisha Lee und Tyssa haben mitten im Halbfinale eine Runde Paartanz aufs Parkett gelegt. Hip Hop hatte mit rund 60 Teilnehmern wieder mit Abstand die meisten Preselections und wie beim Popping bewies Berlin eindeutig die Oberhand. Schon ab dem Halbfinale tanzten nur Berliner gegeneinander. Me against the Music wurde durch die „Bodypoeten“ (tanzen so wie es sich anhört 🙂 ) Itchy und Kazuma extrem bereichert. Boo konnte sie im Finale mit einem selbstgebastelten Ninja-Kostüm aus Schal und Hoody trotzdem in die Tasche stecken.

Wo bleibt Vogueing? Im letzten Jahr noch beim Battle dabei kann man sich in Berlin jetzt durch einen Sieg beim Vogue Ball, den ‚Berlin Voguing Out‘ (von Georgina Leo Melody) im Sommer organisiert, fürs Funkin‘-Stylez-Finale qualifizieren. Da gewann Viktor aus Tschechien. Sein Finale kann man hier im Blog bestaunen.

Noch mehr Competition

Berlin hat aber nicht die ganze Zeit gegen sich selbst gebattlet. Andere Tänzer kamen aus dem Norden (u.a. Hamburg/Hannover) und dem Süden (Leipzig und sogar Ravensburg am Bodensee). Wir wollen noch mehr Himmelsrichtungen! Keeps the competition alive!

Die Jury um Nacho (Me against the Music, Flying Steps), Peeps (House, Paris), Prince Mio (Popping, Animatronik) und Shaik (Hip Hop, USA) traf faire Entscheidungen und die Veranstaltung blieb – wie fast nie bei einem Battle – im Zeitplan!!! Ein gut durchorganisiertes, mehr als gechilltes Event. Vielleicht hätte ein MC mit einem Organ wie dem von U-Gin mehr Stimmung aus dem Publikum rausholen können, aber so ein entspannter Tanz-Samstag hatte auch was für sich.

Großes Finale erst im Sommer

Funkin‘-Stylez-Gründer Amigo zeigte sich zufrieden: „Wir mussten sogar die Türen schließen“, so voll sei es gewesen. Für alle Berliner, die ungeduldig aufs Finale warten, gibt es jetzt auch News, aber keine richtig guten: Das Finale von Funkin‘ Stylez 2013 wird erst im Sommer 2014 in Düsseldorf rund um das Tanzhaus NRW stattfinden. Ausgerechnet zum zehnten Jubiläum des Battles mussten sich die Organisatoren mit Locationproblemen rumschlagen und wir müssen uns bis zum Sommer gedulden. Aber hey, wenn wir so lange warten, dann wird es eben umso besser!! Bis dahin habt ihr viel Zeit dafür: Keepondancin!

Recap-Time:

The Glory Moments of Flying Steps

Bildschirmfoto 2013-11-20 um 11.41.05

Schnelle Schnitte, beeindruckende Breakdance-Moves, dramatische Musik und viel Gegend aus der ganzen Welt. Die Flying Steps sind wirklich schon krass rumgekommen auf unserem putzigen Planeten und ihre Ziele haben sie jetzt in einem Video zusammengeschnitten. Zum Anschauen hier entlang, bitte!

Streetdance-Film mit der M.I.K. Family und Prince Mio

Die Urban Dance Szene ist so vielfältig wie der Tanz selbst. Das hat auch das Goethe-Institut erkannt und die Protagonisten M.I.K. Family und Prince Mio über die Szene und ihre Beweggründe zu tanzen zu Wort und Move kommen lassen. Das Goethe und die Jungs haben ihre Sache verdammt gut gemacht und Berlin in bestem Licht erscheinen lassen. Mehr davon, liebe Kulturinstitute dieser Welt.

Unbenannt

Dudettes I Baobab Street

Was so schön ist, muss gebloggt werden: Sechs inspirierende Tänzerinnen machen auf ihrer Reise durch den Senegal Stopp an einer sandigen Straße und tanzen ganz frei zu ihrem inneren Beat.

Die Dudettes sind ein Kollektiv von Tänzerinnen aus Frankreich, Dänemark, Norwegen und dem Senegal, die sich in Paris kennengelernt haben. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die House-Tanzkultur in Dakar, der Hauptstadt des Senegal, zu fördern. Zwei von ihnen leben auch in dem westafrikanischen Land und bieten regelmäßig Workshops an, um Interessierten House näher zu bringen.

Marie Kaae (weißes Shirt, sandfarbene Hose) erzählte im Superkurzinterview, dass sich die ganze Gruppe im Juli in Dakar getroffen hat, um mit einer Diskussion und Videoprojektion die House-Kultur vorzustellen und ebenfalls Workshops zu geben.

Also nicht nur ein wunderschönes Video, sondern auch ein wunderschönes Projekt!
Wir brauchen mehr Urban Dance in der ganzen Welt. Keepondancin, Dudettes!bOABAB

Female Tap Dancers auf der Pariser Fashion Week

Designer Rick Owens zeigt der Haute-Couture-Welt mal was’ne Harke ist: Statt dünner, blasser Models dürfen stramme, meist dunkelhäutige Stepptänzerinnen seine neue Kollektion in der Stadt der Mode, Paris, präsentieren. Nicht nur, dass sie anders aussehen, nein, sie stampfen Steppchoreographien auf den Catwalk und gucken, als möchten sie einen gleich umbringen. Alles zusammen sehr progressiv und trotz grimmiger Gesichter sympathisch!
Die Mädels sind übrigens alle Studentinnen aus den USA, zum ersten Mal in Paris, zum ersten Mal auf einer Fashionweek und zum ersten Mal sind wir richtig begeistert. C’est la mode! Keep on stomping, Rick Owens!

Bildschirmfoto 2013-10-02 um 19.00.10Mehr infos zum Beispiel hier.

„The Art of Krump“ muss gewinnen

KAIZENPICTURES kennt ihr ja jetzt dank unserem Interview mit Macher Steve Wonder. Kurz nach dem Interview veröffentlichte er die Doku „The Art of Krump“ mit keinem geringeren als Tight Eyez als Hauptperson. KAIZENPICTURES ist mit der Doku bei verschiedenen Kurzfilm-Wettbewerben ins Rennen gestartet und braucht uns als Support. Also hier mal schnell fünf Sterne vergeben: http://t.co/M8sInRRTIA

Der Film ist bombe geworden. Wer ihn noch nicht gesehen hat: keep on watching and dancing!

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