Groß, größer, 10 Jahre Funkin‘ Stylez – Das Finale in Berlin

tempodrom

Großes Wochenende mit großen Tänzern! Wo fängt man da an? Vielleicht am Anfang?

Nach einem Jahr Pause war Funkin‘ Stylez zurück. Zum zehnten Mal. Jubiläum. Und es war der Shit. Zum zweiten Mal fand das internationale Battlegroßevent im Tempodrom in Berlin statt. Die Bühne war noch größer und schicker und alles, keine Stühle mehr rund rum und eine gut gefüllte Halle.

The Hard Facts:

Die legendäre Jury

Storm (Ger), Ben Wichert (Ger), Loose Caboose (Mex), Seen (Japan), Mamson (Fr) und Archie Burnett (USA)

judges

Deejays

DJ Ice-C (Ger), DJ Vjuan Allure (USA) und Mista Sly (Fr)

Moderation

Airdit, Özcan und nun ja…. Ex-MTV-Moderator Patrice (der etwas deplatziert wirkte). Georgina Leo Melody hat durchs Voguing Battle geführt.

 

And the winners are…

Kategorie Gewinner
Popping Nelson (Fr)
House Kapela (Fr)
Hip Hop Ukay (Ger)
Me Against The Music Yuki (Japan)
Best Trick Bboy Wilfried (Fr)
Voguing Viktor Milan (Slo)
HeroKidz Philo (It)
World Team Battle TEAM GERMANY!!!

Bildschirmfoto 2014-11-27 um 10.41.32

Tag 1 

Only The Strong

Die Achtelfinalteilnehmer stellen sich auf. Ein Tänzer wird von einem Judge bestimmt und darf seinen Gegner selbst wählen – bis alle Paarungen stehen. Viertelfinale genauso. Die Zuschauer mussten sich auch entscheiden: Popping und Hip Hop in der großen Halle oder House und Me Against The Music draußen. DAMN, WE WANT TO SEE IT ALL – irgendwie! Immerhin: Ab dem Halbfinale fanden alle Battles in der großen Location statt.

Zu den Fotos.

Popping

Weltklasse-Popper und ein bissiger Robozee

Während die meisten deutschen Teilnehmer (Boo, Arman, Arno, TwoFace, Arejay) leider schon früh das Feld räumen mussten, hat sich Robozee knallhart bis zum Finale durchgetanzt. Robo got mad skills, aber so easy peasy war das nicht. Im Halbfinale traf er auf den amtierenden R16 World Champion im Popping Kid Boogie aus LA. (Der scheint grad auf Workshop-Tour in Europa zu sein und kam einfach mal zu den Pres. Good man!) Robozee wollte den Titel. Auch von weitem konnte man das Feuer in seinen Augen und natürlich in den Muskeln sehen und schwupps, hat er einen der Topfavoriten aus dem Battle gepoppt. Im Finale gegen Nelson aus Frankreich blieb er dann bissig, vielleicht zu sehr. Nelson hat gewonnen und Robo zog sichtlich enttäuscht von dannen. Gute Performance, sonst war sicher keiner enttäuscht.

House

Storytelling

Die Stimmung im Achtel- und Viertelfinale war der Hammer. Alle Houseliebhaber hatten sich draußen versammelt, um die ersten Battles zu sehen. Alles, was bei den Tänzern saß, wurde laut bejubelt. Leider ist von den Germans nur OG aus NRW ins Halbfinale gekommen. Ein sauberer Tänzer, der außerdem ne Menge Jumps und Tricks im Battle am Start hat. Die charismatische Alesya aus Moskau konnte er damit besiegen. Gegen Kapela aus Frankreich, der neben seinen technischen Fähigkeiten noch ein bisschen mehr Musikalität und Storytelling im Tanz mitbringt, konnte sich OG im Finale dann nicht mehr behaupten. Big up tho! Video.

Kapela nutzt gegen OG mutig seine Größe aus.

Kapela nutzt gegen OG mutig seine Größe aus.

Hip Hop

Germany rules!

Okay, okay, Funkin Stylez ist ein deutsches Battle… aber IN JEDEM BATTLE MINDESTENS EIN DEUTSCHER TÄNZER??? Beckz Deerockz (NRW), Kofie Da Vibe (NRW), Ben Holickz (BLN), Hamoudi (NRW), Majid (NRW), Ukay (NRW), Slunch (HH), Serdar (BLN) und Franky Dee (NRW). Und fast alle haben sie das Achtelfinale gewonnen. Dayummm. Germany rules Hip Hop. Fürs Viertelfinale hat sich dann keiner die Favoriten Majid und Ukay gepickt, deshalb kam es schon früh zu einem der meisterwarteten Battles. Loved it! Beide krass. Ukay weiter.

Neben den Juste-Debout-Gewinnern Ukay und Franky Dee konnten sich noch Kefton aus Frankreich und L’Eto aus Russland ins Halbfinale tanzen: Kefton dank seiner Leichtigkeit und Kreativität und L’Eto dank der krassen Weirdo-Moves, aber das Finale blieb unter deutschen Tänzern. Megaleistung von Franky, aber Ukay hat es geschafft auf Töne und Beats zu tanzen, die ich vorher im Song nicht einmal gehört habe. Ich habe also durch seine Moves die Musik erst richtig verstanden. Shit, meine Hochachtung! Der richtige hat gewonnen. The video here.

Ukay, der Übermensch

Ukay, der Übermensch

Me Against The Music

G-G-G-Girl Power

Das Achtel- und Viertelfinale habe ich leider verpasst – ich musste mir die deutsche Riege beim Hip Hop einfach geben. Sorry! Das Ende war umso nicer. Zum Halbfinale standen sich Masha (Ukraine?) und Boo und Yuki (Japan) und TwoFace gegenüber. Frauenpower all the way. Während Boo und TwoFace mehr oder wenig krampfhaft versucht haben, ihr Gewinnerprogramm von den Preselections in Berlin und Düsseldorf anzuwenden, haben die Mädels zerrissen. Raus mit euch, Jungs. Next time! Die erst 17 Jahre alte Yuki hat galant ihre Locking-Skills auf die ganz verschiedenen Tracks gepackt. Masha war vielseitiger in ihrem Stil. Waacking, Contemporary und alles dazwischen auch ein bisschen. Um Yuki die Stirn zu bieten, blieb sie aber zu sehr beim Waacking. Yuki won – und war zu Tränen gerührt. Wahrscheinlich der emotionalste Moment des Abends. Video: hier!

Yuki wins

Yuki wins

Voguing

Endlich Ballroom Style

Das Wachsen der Voguing-Szene hat einiges an Neuerungen für die Kategorie gebracht: Nicht nur, dass die Preselection als Ball angelegt war, das Finale wurde in die drei Stile unterteilt: Old Way, New Way und Vogue Femme. Der jeweilige Gewinner durfte ins Finale: Matyouz LaDurée (Fr), Viktor Milan (Slovakia) und Zero Melody (Ger) haben ein nettes Battle hingelegt. Spektakulär war die Kategorie dieses Mal leider nicht (und ich liebe Voguing). Die meisten Voguer wirkten aufgeregt. Nur Sieger Viktor stach mit seinem sehr sauberen Stil und den flexiblen Gliedmaßen heraus. So gut. Verdient gewonnen! Hier das Finale.

Viktor Milan

Viktor Milan

PS: Und hey, liebe auf der Bühne stehenden Tänzer, die ihr euch lieber wegdreht, als Männern beim sehr weiblich aussehenden Voguing zuzusehen. GET OVER IT!

Best Trick

Was war das?

Ja, heftig, was die alles können. Interessante Show, aber wer hat sich das Konzept überlegt? „Da gehen dann einfach alle auf die Bühne und machen das schon.“ So ungefähr? Und warum müssen alle andern durch Preselections, um bei so einem großen Event dabei sein zu dürfen und die mit den coolen Tricks dürfen einfach so? Oder gab es Preselections? Anyway, nach zehn Minuten wildem Durcheinander hat die wahrscheinlich genauso überforderte Jury entschieden. Bboy Wilfried hat gewonnen. Felicitations oder so. Hier das Video.

Wie gesagt, die Tricks selbst waren krass Foto: LittleShao

Wie gesagt, die Tricks selbst waren krass
Foto: LittleShao

 

TAG 2

Zu den Fotos.

HeroKidz Battle

Locking vs HipHop

Wer das Finale gesehen hat bereut, dass er die Vorrunden verpasst hat. Kiyumi aus Japan ist jetzt schon ein Locking Pro, aber Hip Hop-Tänzer Philo aus Italien hat gewonnen. They killed it! Tosender Applaus. Überhaupt war es voller und die Stimmung besser am zweiten Tag.

2014-11-22 19.41.42

World Team Battle

Input, Input, krasser Input

Ganz ehrlich, guckt euch die Videos an. Überfluss an kreativen Routines, guten Freestyles und Tricks. Die deutschen Teams – Team Gladiator, Team Germany oder die reine Bboy-Crew Ghost Dogz – haben sich von ihrer starken Seite gezeigt. Auch Team Fusion Art hat Spaß gemacht, aber die Routines waren etwas uninspiriert. Schon ab dem Viertelfinale aber waren alle Battles on top. Kleine Überraschungen: Wave City aus Holland (inklusive Franky Dee) haben die megapräzisen Koreaner bezwungen und die symphatischen Italiener haben Team Japan rausgehauen. Weiter waren auch die Favoriten Team Germany und Team France. Letztere mussten zum Glück noch nicht im Halbfinale battlen – und konnten sich auch im Halbfinale durchsetzen. Wave City konnte Team Germany nichts anhaben und die Franzosen gewannen gegen die Italiener, die sich fürs Halbfinale unnötig komplizierte Routines und Gebilde ausgedacht haben.

Das Finale

Team G im Endgegnermodus

Die Franzosen mit Kefton, Nelson, Willow, Malcolm und Bboy Chakal haben deutlich mehr Teamgeist gezeigt als beim FS 2012. Die Tänzer aus Deutschland (Adnan, Sugar Rae, Robozee, Majid und Lil Zoo) musste sich im Laufe der Battles erst als Team formieren, war aber pünktlich zum Finale on point. Zusammenhalt, Ideen, Freestyles. Highlight auf Highlight. Der Shiiiit. Endlich Endgegnermodus. Genauso wie die Franzosen. Aber halt besser und deshalb heißt der Gewinner: G-G-G-Germany.

Judges-Gewinner

Checkt das Überfinale selbst und keepondancin:

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Veröffentlicht am 27/11/2014 in News und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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